Produktionsstart: Daimlers hohe Erwartung an die neue S-Klasse

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Produktionsstart: Daimlers hohe Erwartung an die neue S-Klasse

von Jürgen Rees

In Sindelfingen hat heute die Serienproduktion des Mercedes-Flaggschiffs S-Klasse begonnen. Für Mercedes und Daimler-Chef Dieter Zetsche hängt eine Menge ab von einem möglichst perfekten Serienanlauf.

Heute startete in Sindelfingen, dem größten Produktionswerk von Mercedes-Benz, die Produktion der neuen S-Klasse. Die silberne Langversion des S400 Hybrid fährt auf der Produktionsstraße entlang. Die Erwartungen sind groß, deshalb sitzen in der ersten neuen S-Klasse, die an Kunden verkauft wird, der Daimler-Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche und der neue Vorstand für Produktion und Einkauf Andreas Renschler. Mehr als 500.000 Exemplare verkaufte Mercedes vom letzten Modell, so viel wie von keinem zuvor. Das neue Modell, die sechste Generation in 40 Jahren S-Klasse, wird in noch mehr Varianten angeboten, insgesamt sechs sollen es sein. So sollen die Stückzahlen des Vorgängers noch überboten werden. Zetsche ist sich sicher: "2013 wird das Jahr der S-Klasse." Vier Wochen nach der Vorstellung der S-Klasse lägen bereits 12.000 Bestellungen für die Luxuslimousine vor. Die offizielle Markteinführung in Deutschland ist am 20. Juli, in den USA und China folgt die Einführung rund zwei Monate später.

Vor allem in China aber auch in anderen asiatischen Ländern und in den USA sind Langversionen mit rund 5,25 Meter gefragt. Die Chauffeurlimousinen bieten dann Nettigkeiten wie einen Liegesessel, ähnlich dem im Flugzeug, der auch mit Massagefunktionen ausgestattet ist.
Wellness im Auto? Warum nicht. Aber den wirklichen technologischen Fortschritt bestimmen nicht Massagesessel oder die Beduftung des Innenraums.

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Bei der Vorstellung des ersten S-Klasse-Wagens mühten sich Zetsche, Renschler und Werkleiter Willi Reiss Zweifel an der Effiziemz des größten Mercedes-Werks in Sindelfingen auszuräumen. Die waren aufgekommen, weil eine interne Analyse dem Werk eine mangelnde Kosteneffizienz bescheinigte. Das 1915 eröffnete Stammwerk produziere zu teuer, Mitarbeiter genießen danach teure Privilegien: Dazu sollen beispielsweise die nach einem früheren Gewerkschaftschef benannte „Steinkühlerpause“ zählen: Fünf Minuten bezahlte Auszeit pro Stunde für Akkordarbeiter. Alle drei wurden nicht müde, die Vorteile des Standorts Sindelfingen zu betonen.

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