Prognose 2014: Endlich wieder Wachstum auf Westeuropas Automärkten

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Prognose 2014: Endlich wieder Wachstum auf Westeuropas Automärkten

China und die USA bleiben 2014 die Treiber des weltweiten Automarkts. Toyota kann seine Position als Absatzkönig voraussichtlich halten. Gleichzeitig driften High- und Low-Performer immer stärker auseinander.

75,5 Millionen Autos werden in diesem Jahr rund um den Globus verkauft werden und damit 4,5 Prozent mehr als im Vorjahr. So lautet die Prognose des Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach. In China wird der Absatz demnach um acht Prozent auf 17,6 Millionen Autos steigen, in den USA um sechs Prozent auf 16,5 Millionen.

Auch in Westeuropa geht es endlich wieder bergauf. Der Markt soll, so die Forscher des CAM, um zwei Prozent auf 11,8 Millionen Autos zulegen. Damit ist das Vorkrisen-Niveau aber längst noch nicht wieder erreicht. Sechs Jahre lang schrumpfte der Markt - insgesamt um 22 Prozent beziehungsweise 3,2 Millionen Fahrzeuge.

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Prognose des Pkw-Absatzes in Kernmärkten 2014. (zum Vergrößern bitte anklicken) Quelle: www.auto-institut.de

Prognose des Pkw-Absatzes in Kernmärkten 2014. (zum Vergrößern bitte anklicken)

Bild: www.auto-institut.de

Anteil von Westeuropa am Weltmarkt nimmt ab
Die Marktbedeutung von Westeuropa sinkt daher trotz des leichten Wachstums in 2014 gemessen an den globalen Absätzen auf einen neuen Tiefstand von nur 15,6 Prozent. Seit dem Jahr 2000 hat sich der Anteil von Westeuropa am Weltmarkt von 30 Prozent auf gut 15 nahezu halbiert, während der Anteil von China von gut einem auf 22,5 Prozent angestiegen ist.

Die drei absatzstärksten Hersteller liefern sich weiter ein Kopf-an-Kopf Rennen. Toyota wird seine Spitzenposition voraussichtlich halten können und 10,2 Millionen Autos verkaufen. Knapp dahinter wird General Motors mit 10,15 Millionen landen. Volkswagen folgt mit etwa 9,95 Millionen.

2013 konnte GM den Abstand auf Spitzenreiter Toyota bis auf rund 100.000 Autos und Volkswagen bis auf rund 300.000 Autos verkürzen. Doch dank des guten Wachstums im letzten Quartal schüttelte Toyota die Verfolger in diesem Jahr noch ab.

Absatz der 16 wichtigsten globalen Automobilhersteller 2012 - 2013. (zum Vergrößern bitte anklicken) Quelle: www.auto-institut.de

Absatz der 16 wichtigsten globalen Automobilhersteller 2012 - 2013. (zum Vergrößern bitte anklicken)

Bild: www.auto-institut.de

Absatzgewinner und -verlierer

Zu den Absatzgewinnern im abgelaufenen Jahr zählen: Ford mit +11,7 Prozent. Der US-Konzern profitiert vor allem von deutlichen Zuwächsen in China (+49,3 Prozent) und einer jungen Produktpalette. Deutlich überdurchschnittlich entwickelten sich auch die Verkäufe der Premiumhersteller Daimler (+7,4 Prozent) und BMW (+6,4 Prozent) sowie des Volumenherstellers Hyundai-Kia (6,0 Prozent). Zu den globalen Verlierern 2013 zählen vor allem PSA (- 4,9 Prozent) und Mitsubishi (-1,1 Prozent).

High- und Low-Performer


Derzeit ist der Abstand der drei größten Automobilhersteller zu den Verfolgern mit rund zwei Millionen Pkw und leichten Nutzfahrzeugen noch gewaltig. Der härtestes Verfolger Hyundai-Kia wächst deutlich langsamer als in den Jahren zuvor. Und wird in diesem Jahr "nur noch" mit dem durchschnittlichen Wachstum des Gesamtmarkts um etwa 4,5 Prozent zulegen. "Auch die Allianz von Nissan und Renault könnte im Jahr 2014 bei rund 8 Millionen Pkw liegen", prognostiziert Studienleiter Stefan Bratzel.

Vor allem für Nissan geht der Experte von einer höheren Dynamik und einem Wachstum von rund acht Prozent aus. Für Ford rechnet Bratzel mit überdurchschnittlichem Wachstum, Fiat-Chrysler, PSA und Renault werden seiner Prognose nach nur leichte Zuwächse generieren.

Absatz-Prognose der 10 größten globalen Automobilhersteller für das Jahr 2014. (zum Vergrößern bitte anklicken) Quelle: www.auto-institut.de

Absatz-Prognose der 10 größten globalen Automobilhersteller für das Jahr 2014. (zum Vergrößern bitte anklicken)

Bild: www.auto-institut.de

Beim Blick auf das abgelaufene Geschäftsjahr zeigt sich einmal mehr, wie stark High- und Low-Performer in der Automobilbranche auseinanderdriften. Zu den High Performern wird Toyota zählen. Die Japaner schließen 2013 das Jahr mit einem Rekordgewinn von geschätzten 16 Milliarden Euro ab - nicht zuletzt wegen des schwachen Yens - und kehren damit in die Top-Liga zurück.

Ihre Rendite (Ebit-Marge) dürfte über neun Prozent liegen. Volkswagen erreicht trotz Europa-Krise und hohen Investitionen ebenfalls einen überzeugenden zweistelligen Ebit in Höhe von 11,7 Milliarden Euro und eine Marge von 5,9 Prozent. Damit liegen die Wolfsburger voraussichtlich im Durchschnitt. Der koreanische Verfolger Hyundai-Kia kommt mit einer Marge von fast 8 Milliarden Euro auf eine Rendite von etwa 8,5 Prozent. Auch Daimler hat mit 7,9 Milliarden Euro (ohne Sondereffekte) im abgelaufenen Jahr gut verdient, wobei die Marge im Vergleich mit den Premiumherstellern noch unterdurchschnittlich ausfällt.

Für BMW rechnet CAM-Leiter Stefan Bratzel mit einem Gewinn von über 8 Milliarden Euro und einer knapp zweistelligen Ebit. Leicht überdurchschnittlich performten 2013 die amerikanischen Konzerne: Ford kommen mit einer Marge von jeweils 6,2 Milliarden Euro und 5,8 bzw. 5,5 Prozent auf ähnlich hohe Werte.

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Unterdurchschnittlich schneiden im Jahr 2013 dagegen Fiat-Chrysler und PSA ab, die vor allem unter dem für sie wichtigen Europageschäft leiden. Bei Fiat-Chrysler stammt der Ebit von 2,97 Milliarden Euro überwiegend aus der guten Performance von Chrysler in Nordamerika, während Fiat ohne Chrysler in 2013 Verluste schreibt. PSA hat in 2013 aufgrund der Absatzprobleme in Europa wiederum einen hohen Verlust von mehr als einer Milliarde Euro in der Automobilsparte ausgewiesen.

In China zeigt PSA jedoch eine gute Performance. Bratzel: "Mit dem neuen strategischen Partner Dongfeng kann eine weitere Steigerung des Marktanteils in China gelingen. Durch die neuen Anteilseigner Dongfeng und dem französischen Staat stehen jetzt dringend benötige Mittel für wichtige Zukunftsinvestitionen zur Verfügung."

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