Prognose für 2013 gesenkt: Daimler hofft auf neue A-Klasse und ein Wunder

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KommentarPrognose für 2013 gesenkt: Daimler hofft auf neue A-Klasse und ein Wunder

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Wie Daimler-Chef Dieter Zetsche bekannt geben musste, ist der Gewinn in den ersten drei Monaten des Jahres massiv eingebrochen. Nun versucht der Konzern mit neuen Produkten und Effizienzsteigerungen entgegen zu steuern.

von Franz W. Rother

Die Konjunkturschwäche verschärft die Krise von Daimler. Neue Produkte und Effizienzsteigerungen sollen in der zweiten Jahreshälfte die Wende bringen. Doch geht die Rechnung auf?

Die Mercedes-Niederlassung Berlin wirbt mit einem "blauen Wunder": Einer nagelneuen A-Klasse in Südseeblau und mit einer Luxusausstattung, die unter anderem Xenonscheinwerfer , Leichtmetallräder und eine Sitzheizung umfasst. Der Listenpreis für den Wagen beträgt normalerweise knapp 30.000 Euro. Doch wer sich sputet - das Angebot ist natürlich limitiert - bekommt den Wagen in der Werksniederlassung "unglaubliche" (Werbung) 5.000 Euro billiger. Das entspricht einem Rabatt von 17 Prozent. Da staunt der Laie - und wundert sich der Fachmann. Offenbar ist der Pulsschlag doch nicht so stark, dass die erst kürzlich gestartete neue Generation der A-Klasse ohne Schrittmacher auskommen kann.

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Eine Art blaues Wunder erlebt derzeit auch Dieter Zetsche: Wie der Daimler-Chef gestern Morgen bekannt geben musste, sind in den ersten drei Monaten des Jahres der Gewinn massiv eingebrochen. In den ersten Wurde im vergangenen Jahr im ersten Quartal noch ein Konzernergebnis von 1,4 Milliarden Euro erzielt, waren es in diesem Jahr nur noch 564 Millionen. Schuld daran trägt neben den erheblichen Investitionen in neue Produkte vor allem die konjunkturbedingt schwache Entwicklung wichtiger Märkte in Westeuropa. Die Automärkte in Frankreich, Italien und auch Deutschland bewegen sich im Rückwärtsgang, auf dem Wachstumsmarkt China kommt Mercedes nur langsam voran.

Der Ergebnisrückgang, erläuterte Finanzvorstand Bodo Uebber in einer Telefonkonferenz, spiegele eine Verschiebung der regionalen Absatzstruktur und einen veränderten Modell-Mix bei Mercedes Cars wieder: Statt großer Autos wie der S- und E-Klasse verkauft Mercedes kompakte Fahrzeuge wie die A- und B-Klasse, mit denen sich bauartbedingt weniger starke Gewinne erzielen lassen und mit denen man sich zudem in einem Haifischbecken bewegt: Mit der A-Klasse konkurriert man nicht nur mit Audi A3 und Einser-BMW, sondern auch mit VW Golf, Opel Astra oder Hyundai i30.

Und wenn die neue A-Klasse dann auch noch in einschlägigen Vergleichstests der Fachzeitschriften sogar gegen preiswertere Konkurrenten wie etwa einen Seat Leon das Nachsehen hat, kommen die Autokäufer ins Grübeln - und muss sich der Vertrieb blaue Wunder einfallen lassen. Man verkauft dadurch vielleicht einige Hundert Autos mehr und fährt den einen oder anderen Absatzrekord ein - aber unter dem Strich steht dann eben eine Umsatzrendite von nur noch 3,3 Prozent bei Mercedes-Benz Cars wie in diesem ersten Quartal 2013.

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