Prognose: VW könnte 2014 zum größten Autokonzern der Welt werden

Prognose: VW könnte 2014 zum größten Autokonzern der Welt werden

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Wird VW noch in diesem Jahr zum größten Autobauer der Welt?

Die Wolfsburger greifen nach dem Auto-Thron: Einer Untersuchung zufolge könnte VW schon bald den Kampf gegen Toyota und General Motors gewinnen. Doch es gibt auch Unsicherheiten.

Volkswagen könnte laut einer aktuellen Prognose bereits im Gesamtjahr 2014 zum weltweit größten Autobauer aufsteigen. Im Kampf mit Toyota und General Motors habe VW derzeit die größte Dynamik, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung des Instituts Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach.

Demnach könnte der VW-Konzern im Gesamtjahr 2014 weltweit auf einen Absatz von 10,1 Millionen Pkw und leichten Nutzfahrzeugen kommen, Toyota auf 10,05 Millionen und der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) auf 10,0 Millionen Fahrzeuge. VW hatte sich bislang zum Ziel gesetzt, bis 2018 weltgrößter Autobauer zu werden.

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Wohin steuert Martin Winterkorn den VW-Konzern? Quelle: dpa

Volkswagen wachse derzeit in China deutlich schneller als GM und Toyota, schreibt CAM-Leiter Stefan Bratzel. Zudem profitiert VW als Europas Marktführer von der Erholung auf dem Heimatkontinent. Damit könne der Absatzrückgang in den USA mehr als kompensiert werden. Bei GM mache sich der Rückzug der Marke Chevrolet vom europäischen Markt bemerkbar. Toyota werde auf seinem Heimatmarkt Japan von Erhöhung der Mehrwertsteuer von fünf auf acht Prozent belastet. Bereits seit längerer Zeit liefern sich Toyota, VW und GM ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel des weltgrößten Autokonzerns. 2013 lag Toyota vorne.

Wie die VW-Sparten 2013 abgeschnitten haben

  • Volkswagen Pkw

    Die Kernmarke des Volkswagen-Konzerns litt im Jahr 2013 unter der Absatzschwäche. Mit 4,7 Millionen verkauften Fahrzeugen schrumpfte der Absatz um 2,2 Prozent. Der Umsatz ging sogar um 4,4 Prozent zurück. Immerhin erwirtschaftet die Kernmarke noch ein operatives Ergebnis von 2,9 Milliarden Euro.

  • Audi

    Die Premiumtochter aus Ingolstadt konnte die Verkäufe steigern. Mit 1,35 Millionen verkauften Fahrzeugen steht unterm Strich ein Plus von 3,85 Prozent. Auch der Umsatz legte leicht auf 49,88 Milliarden Euro zu. Unterm Strich steht trotzdem ein deutlicher Rückgang beim Profit um rund 6,3 Prozent auf 5,03 Milliarden Euro.

  • Seat

    Das spanische Sorgenkind kommt bei den Verkaufszahlen wieder auf die Beine. 459.000 Fahrzeuge verkauften die Spanier im Jahr 2013 - ein Plus von rund sieben Prozent. Auch der Umsatz legt um rund sechs Prozent auf 6,87 Milliarden Euro zu. Unterm Strich steht aber immer noch ein Verlust von 152 Millionen Euro, der immerhin um vier Millionen Euro reduziert wurde.

  • Skoda

    Mit günstiger VW-Technik konnte die tschechische Tochter in den vergangenen Jahren die Kunden locken. Im Jahr 2013 lief es schlechter. Mit 719.000 verkauften Fahrzeugen ging der Absatz um 1,2 Prozent zurück. Der Umsatz fiel ebenfalls leicht schlechter aus und beträgt nun 10,32 Milliarden Euro. Beim operativen Ergebnis hat das deutliche Spuren hinterlassen. Der Gewinn beträgt 522 Millionen Euro und damit satte 26,7 Prozent weniger.

  • Porsche

    Die Profitmaschine aus Zuffenhausen treibt erstmals das operative Ergebnis des VW-Konzerns an. Seit der Integration im August 2012 hat der Sportwagenbauer einen Profit von 1,46 Milliarden Euro erwirtschaftet. Der Umsatz beträgt nun 7,03 Milliarden Euro. Der Absatz von Porsche wurde auf 78.000 Fahrzeuge taxiert.

  • Bentley

    Bald soll die Luxus-Autoschmiede einen Nobel-SUV an den Start bringen. 2013 legt der Absatz um 21 Prozent auf 11.000 verkaufte Fahrzeuge zu. Auch beim Umsatz steht bei 1,68 Milliarden Euro ein Plus von 15,5 Prozent. Der Gewinn der britischen Nobeltochter legt um satte 68 Prozent auf 168 Millionen Euro zu.

  • Lamborghini und Bugatti

    Die Ergebnisse der beiden Ultraluxus-Sparten werden im Volkswagen-Halbjahresbericht nicht gesondert ausgewiesen. Der Absatz kann bei Lamborghini um 5,1 Prozent auf 1166 verkaufte Fahrzeuge zulegen. Die französischen Ultrasportwagen von Bugatti wurden im ersten Halbjahr ganze 16 Mal verkauft.

  • VW Nutzfahrzeuge

    Die Nutzfahrzeugsparte des Konzerns schwächelt weiter. Der Absatz stagniert bei 436.000 verkauften Fahrzeugen. Der Umsatz schrumpft ebenfalls leicht auf 9,37 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis legt dagegen um 6,4 Prozent zu auf 448 Millionen Euro.

  • MAN

    Mit einem Beherrschungsvertrag sitzt VW längst auch bei den Münchnern am Steuer. Der Absatz des Lkw-Bauers legt im Gesamtjahr 2013 leicht auf 140.000 verkaufte Fahrzeuge zu. Der Umsatz sinkt dagegen leicht auf 15,86 Milliarden Euro. Beim operativen Ergebnis steht unterm Strich ein Gewinn von 319 Millionen Euro - ein Rückgang um satte 61 Prozent.

  • Scania

    Die schweren Schweden verkaufen wieder mehr. Mit 80.000 verkauften Lkw steigt der Absatz um 19,4 Prozent, auch der Umsatz legt um 11,2 Prozent auf 10,36 Milliarden Euro zu. Mit 974 Millionen Euro ist das operative Ergebnis rund 4,7 Prozent besser als im Vorjahr.

  • VW Finanzdienstleistungen

    Mit einem Umsatzplus von 10,8 Prozent leistet die Finanztochter des VW-Konzerns mittlerweile einen ordentlichen Beitrag zum Konzernergebnis. Das operative Ergebnis legt im Jahr 2013 um 17,5 Prozent auf 1,86 Milliarden Euro zu.

Bei der Ertragskraft liegt Toyota in diesem Jahr noch deutlich vorne: Die Japaner kommen auf eine Konzernrendite von 8,7 Prozent, bedingt auch durch den schwächeren Yen. Volkswagen lag zum Halbjahr bei 6,3 Prozent. Bei General Motors stürzte die Rendite auf 2,5 Prozent ab - wegen der hohen Kosten für die millionenfachen Rückrufe brach der Gewinn ein.

Bei Volkswagen schwächelt die Konzernkernmarke VW, die derzeit nur auf eine Marge von zwei Prozent vor Zinsen und Steuern kommt. VW-Chef Martin Winterkorn hatte bereits angekündigt, die Ertragskrise der Marke mit milliardenschweren Sparanstrengungen stoppen zu wollen.

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Unterdessen erwartet das Institut, dass der weltweite Automarkt im Jahr 2014 deutlich zulegt - erwartet wird ein Zuwachs beim Autoabsatz von rund 4 Prozent auf etwa 75,5 Millionen Pkw. Treiber seien die wachsenden Märkte in China, den USA und Europa.

Allerdings nehmen die Unsicherheiten zu. Vor allem der Ukraine-Konflikt, Strukturprobleme in Frankreich und Italien sowie die wirtschaftlichen Probleme in Argentinien und Brasilien könnten die weltweite Autokonjunktur belasten.

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