Quartalszahlen: VW steigert Ergebnis gegenüber dem Vorjahresquartal

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Quartalszahlen: VW steigert Ergebnis gegenüber dem Vorjahresquartal

Europas größter Autobauer hat einen guten Start ins Jahr erwischt: Der Gewinn konnte zum Jahresanfang überraschend stark gesteigert werden, weil weniger Sonderlasten die Bilanz drückten.

Volkswagen hat den Gewinn zu Jahresanfang überraschend stark gesteigert. Der Betriebsgewinn kletterte im ersten Quartal um mehr als ein Fünftel auf rund 2,9 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Dienstag mitteilte. Damit übertraf der Wolfsburger Autobauer die Erwartungen der Analysten, die im Schnitt ein operatives Ergebnis von gut 2,7 Milliarden Euro prognostiziert hatten. Grund für den hohen Zuwachs um 21,8 Prozent binnen Jahresfrist war neben der Erholung des europäischen Automarktes die Tatsache, dass weniger Sonderlasten die Bilanz drückten. Vor einem Jahr hatten Kosten für eine Rückrufaktion bei einem Getriebe in Asien sowie Probleme bei der Lkw-Tochter MAN zu Buche geschlagen.


"Der Volkswagen Konzern hat sich in den vergangenen Jahren eine starke Stellung erarbeitet. Unser guter Start in das laufende Geschäftsjahr ist dafür ein erneuter Beleg", sagte Konzernchef Martin Winterkorn. An seiner verhaltenen Prognose für 2014 hält er dennoch fest. Grund sind unter anderem die politischen Unsicherheiten wegen des Konflikts um die Ukraine und die schwache Pkw-Nachfrage in Brasilien. Auch in den USA läuft es für VW derzeit nicht so gut.

Für das laufende Jahr peilt das Management eine operative Rendite in einer Spanne zwischen 5,5 und 6,5 Prozent an. Dies würde einem mittleren Zielwert von 11,8 Milliarden Euro entsprechen - etwas mehr als die knapp 11,7 Milliarden Euro Betriebsgewinn des abgelaufenen Jahres. Die Marge lag 2013 bei 5,9 Prozent. Beim Konzernumsatz hält Volkswagen im laufenden Jahr sowohl einen Rückgang als einen Zuwachs für möglich - er soll sich in einer Bandbreite von drei Prozent um den Vorjahreswert bewegen. 2013 waren die Erlöse auf 197 Milliarden Euro geklettert.

Im laufenden Jahr will Volkswagen die Früchte der kostspieligen Investitionen in das neue Baukastensystem ernten. Die neue Architektur, bei der sich immer mehr Autos bestimmte Baugruppen wie Achsen, Motor und Getriebe vergleichbar mit einem Legobaukasten teilen, soll die Kosten deutlich sinken lassen. Bereits heute wird der VW Golf, der Skoda Octavia und der Seat Leon nach diesem Prinzip gebaut.

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Mit neuen Modellen kann Volkswagen in diesem Jahr bei den Kunden nicht groß aufwarten. Bis auf die Neuauflage des wichtigen Mittelklassewagens Passat im Herbst sind Neuheiten bei der Hauptmarke VW rar. Zudem hat die Oberklassetochter Audi die neue Generation der beiden Modelle A4 und Q7 ins kommende Jahr verschoben. Für Wachstum dürfte allerdings der neue Geländewagen Macan von Porsche sorgen. Der seit August 2012 als zwölfte Marke zu VW gehörende Sportwagenbauer und die Ingolstädter Tochter Audi fuhren im abgelaufenen Jahr zusammen zwei Drittel des Betriebsgewinns von Volkswagen ein. Auch zu Beginn des laufenden Jahres steigerten die beiden Marken ihren Absatz kräftig.

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