Rabatte: BMW kämpft sich durch den Sturm

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Rabatte: BMW kämpft sich durch den Sturm

von Franz W. Rother

Auch der Münchner Autobauer BMW spürt den Gegenwind: Weil die Nachfrage nach Premiumautos sinkt, müssen einige Modelle mit hohen Rabatten in den Markt gedrückt werden.

BMW-Chef Norbert Reithofer ist sturmerprobt. Seit inzwischen zwölf Jahren gehört er dem BMW Vorstand an, den er nunmehr seit sechs Jahren als Vorsitzender leitet. Er hat den Verkauf von MG Rover und LandRover miterlebt und die Repositionierung von Mini mitgestaltet. Die Schlacht mit dem Volkswagen-Konzern um Rolls Royce und Bentley erlebte er aus nächster Nähe mit, beim Aufbau der neuen Rolls-Royce-Zentrale in Goodwoods zog er selbst die Fäden, das Engagement des Konzerns in der Formel 1 beendete mit einem Federstrich.

Er hat Vorstandskollegen kommen und gehen gesehen, neue Produktionswerke in USA, Deutschland (Leipzig) und China aus dem Boden wachsen lassen und ins Laufen gebracht, manchen Widerständen und konjunkturellen Schlechtwetterlagen zum Trotz.

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Der bei öffentlichen Auftritten immer etwas dröge wirkende Produktioner hat sich in den zurückliegenden Jahr mit einer klaren Linie und strategischer Weitsicht viel Respekt erworben, intern bei seinen Mitarbeitern und Vorstandskollegen, vor allem aber bei der Quandt-Familie, die über 45 Prozent der BMW-Aktien hält und dem Konzern damit auch im größten Sturm Halt und Stabilität gibt. Das Vertrauen, das sie Reithofer schenkten, als sie ihn im September 2006 auf den Sessel des Vorstandsvorsitzenden setzten, zahlt ihnen dieser Quartal um Quartal in Form von guten bis glänzenden Zahlen und ordentlichen Gewinnen zurück.

Reithofer ist auf Kurs

Trotz eines heftigen Sturms, der derzeit über Europa tobt, hat Reithofer mit seiner Mannschaft wieder ein Quartalsergebnis erwirtschaftet, das die Kollegen in der Daimler-Zentrale in Stuttgart neidisch machen dürfte und den Audi-Vorstand in Ingolstadt nervös machen könnte. Der Umsatz von BMW kletterte in den zurückliegenden drei Monaten um 14 Prozent, der Gewinn um 16 Prozent gegenüber den Werten des Vorjahres.

In einer Telefonkonferenz zeigte sich Reithofer und sein Finanzchef Friedrich Eichinger zuversichtlich, auf Kurs bleiben zu können und das für 2012 angepeilte Ziel einer Umsatzrendite von rund 10 Prozent zu erreichen. „Wir halten, was wir versprechen“, sagte Reithofer mit einem kleinen Seitenhieb auf Daimler-Chef Dieter Zetsche, der dieser Tage öffentlich zurückrudern musste und die Märkte mit einer Gewinnwarnung schockte.

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