Rückrufwelle in den USA: VW ruft mehr Autos mit Takata-Airbags zurück

Rückrufwelle in den USA: VW ruft mehr Autos mit Takata-Airbags zurück

Das Debakel um defekte Airbags des japanischen Herstellers Takata zieht weitere Kreise. Auch VW ist von der jüngsten Ausweitung des Mega-Rückrufs in den USA betroffen. Noch stärker hat es General Motors erwischt.

Die Probleme rund um den Autozulieferer Takata nehmen kein Ende. Der deutsche Autokonzern Volkswagen muss in den USA 217 000 weitere Autos mit Airbags aus der Produktion der Japaner zurückrufen, wie aus am Donnerstag bei der US-Verkehrsaufsicht NHTSA eingereichten Dokumenten hervorgeht. Andere Autobauer, allen voran General Motors (GM), sind noch stärker betroffen. Beim US-Branchenführer werden 1,9 Millionen weitere Fahrzeuge zurückgerufen.

Damit käme das Unternehmen der jüngst von der NHTSA angeordneten Ausweitung des landesweiten Takata-Rückrufs nach, erklärte ein Sprecher. Bei einigen Takata-Airbags besteht das Risiko, dass sie zu kräftig auslösen und bei der Explosion Teile der Verkleidung durch das Innere des Fahrzeugs geschleudert werden können.

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Der Defekt wird weltweit mit mindestens elf Todesfällen und zahlreichen zum Teil schweren Verletzungen in Zusammenhang gebracht - die meisten in den USA. Takata muss in den Vereinigten Staaten nach derzeitigem Stand rund 70 Millionen Airbags zurückrufen, und die NHTSA betont, dass es durchaus noch mehr werden könnten. Es handelt sich bereits um den größten Rückruf der US-Unternehmensgeschichte.

Rückrufe der deutschen Autobauer

  • VW

    Gemessen an den Neuzulassungen belegt der Volkswagen Konzern mit nur 61 Prozent die beste deutsche Platzierung. Im ersten Halbjahr 2014 rief VW rund 177.000 Einheiten der Marke Volkswagen und sowie 209 Porsche (911 GT3) in die Werkstätten zurück.

  • BMW

    Mit rund 89 Prozent im Vergleich zu 334 im Vorjahr konnte sich vor allem BMW als Premiumanbieter wieder stabilisieren.

  • Daimler

    Daimler konnte seine sehr gute Position aus dem Vorjahr nicht halten. Der Konzern beorderte rund 253.000 Fahrzeuge der C-Klasse aufgrund von Fehlfunktionen der Rücklichter zurück zum Servicepartner und erreicht damit eine Rückrufquote von 151 Prozent (Vorjahr: 0,2%).

Auch die deutschen Hersteller Daimler und BMW hat der Takata-Rückruf stark erwischt. Beide Unternehmen hatten schon in den Vorwochen bekanntgegeben, deshalb weitere 200.000 beziehungsweise 120.000 Autos in den USA zurückzurufen. Bereits zuvor waren die Hersteller mit jeweils über 800.000 und VW mit rund 680.000 Wagen betroffen gewesen. Insgesamt machen die Takata-Probleme mindestens 14 Autobauern zu schaffen, am stärksten dem japanischen Hersteller Honda.

Defekte Takata-Airbags Rückrufwelle erfasst VW und Daimler

Fünf Millionen Autos ruft die US-Behörde für Verkehrssicherheit wegen möglicherweise defekter Airbags der Firma Takata zurück. Darunter sind auch Wagen einiger deutscher Hersteller.

Technician Edward Bonilla holds a recalled Takata airbag inflator after he removed it from a Honda Pilot at the AutoNation Honda dealership service department in Miami, Florida in this June 25, 2015 file photo. U.S. safety regulators and major automakers are expected January 22, 2016 to announce a new recall of about 5 million vehicles with potentially defective Takate Corp airbags, sources familiar with the matter said. REUTERS/Joe Skipper/Files Quelle: REUTERS

Für neuen Wirbel in dem Fall sorgte zudem ein Bericht des US-Senats, der in einem größeren Artikel in der „New York Times“ aufgegriffen wurde. Darin beschuldigen Abgeordnete mindestens vier Autokonzerne - Toyota, VW, Fiat Chrysler und Mitsubishi - weiterhin Takata-Airbags in Neuwagen zu verwenden, bei denen Rückrufgefahr besteht. Es geht um Airbags mit Gasgeneratoren mit dem umstrittenen Treibstoff Ammoniumnitrat und ohne ein bestimmtes Trockenmittel, das langfristig Korrosion bei feuchtem und heißem Klima verhindern soll.

Sprecher von Mitsubishi, Toyota und Fiat Chrysler bestätigten, dass in den USA teilweise weiter Autos mit diesen Gasgeneratoren verkauft würden. Toyota und Fiat Chrysler betonten aber, dass man sich an alle Vorgaben der NHTSA halte. Toyota werde den Einsatz von Gasgeneratoren von Takata mit dem Trockenmittel stufenweise weiter erhöhen oder aber auf Generatoren von anderen Zulieferern zurückgreifen, hieß es. Von VW gab es zunächst keine Reaktion.

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