Schwäche in China: Audi senkt Absatzprognose

Schwäche in China: Audi senkt Absatzprognose

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Audi will auch 2015 einen Verkaufsrekord einfahren – trotz der Schwäche in China.

Vier von zehn Audis werden inzwischen in China verkauft. Deshlab bekommen die Ingolstädter die schwächere Nachfrage in Fernost stark zu spüren – und kassieren ihre Absatzprognose. Dennoch soll 2015 ein Rekordjahr werden.

Im Schlepptau der Konzernmutter Volkswagen senkt auch Audi die Absatzprognose für 2015. Die Ingolstädter peilen nach Angaben von Donnerstag jetzt im laufenden Jahr nur mehr einen moderaten Anstieg der Verkaufszahlen an, dies entspricht einem Zuwachs im mittleren einstelligen Prozentbereich. Bislang ging der erfolgsverwöhnte Oberklasse-Hersteller von einem deutlichen Absatzanstieg aus, also von einem Plus zwischen fünf und 9,9 Prozent.

Die Märkte schwankten stark, sagte Vertriebschef Luca de Meo. In seinem größten Einzelmarkt China, wo Audi unangefochtener Platzhirsch im Premiumsegment ist, verkaufte der Hersteller zuletzt zwei Monate in Folge weniger Autos. VW hatte wegen der Schwäche in China am Mittwoch seine Absatzprognose für 2015 gesenkt.

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Trotz der nachlassenden Nachfrage peilen die Ingolstädter immer noch einen weiteren Verkaufsrekord an. Bei den aktuellen Zahlen reicht auch das moderate Wachstum aus, um den neuen Rekord zu erzielen. Es bleibe trotz des unsicheren konjunkturellen Umfeldes das Ziel, mehr Autos auszuliefern als im Vorjahr, so Audi. 2014 hatte Audi 1,74 Millionen Fahrzeuge verkauft. Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres waren es mehr als 900.000 – ein Plus von 3,8 Prozent. Der Umsatz legte um 11,6 Prozent auf rund 29,8 Milliarden Euro zu, der operative Gewinn stieg um gut neun Prozent auf 2,9 Milliarden Euro.

Eine konkrete Aussage, ob Audi an seinem selbst gesetzten Absatzziel von 600.000 Einheiten in diesem Jahr festhalte, wollten weder Audi-Chef Rupert Stadler noch Vertriebs-Vorstand Luca de Meo verbindlich treffen. "Es war klar, dass es nicht für alle Zeiten ein zweistelliges Wachstum geben kann", wiederholte Stadler frühere Statements. Auch habe die Rückkehr von Dietmar Voggenreiter, der seit 2007 das China-Geschäft leitet, nichts mit der schwierigen Lage am chinesischen Markt zu tun. "Voggenreiter ist ein exzellenter und brillianter Manager, der in China über acht Jahre einen ausgezeichneten Job angeliefert hat", sagte Stadler. Gerüchte, seine Rückkehr nach Ingolstadt sei eine Abberufung, sind laut Stadler "Bullshit".

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