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Sedran optimistisch: Opel will Nummer zwei in Europa werden

Das nennt man eine Kampfansage: Opel-Interims-Chef Thomas Sedran verkündete auf dem Tag der Automobilwirtschaft in Nürtingen, Opel wolle langfristig die Nummer zwei auf Europas Automarkt werden.

Thomas Sedran Quelle: dpa
Opel-Interims-Chef Thomas Sedran versprüht Optimismus. Quelle: dpa

Mit neuen Modellen will der Autobauer Opel Konkurrent Ford überholen und Nummer zwei auf Europas Automarkt werden.

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„Wir haben eine Wachstumsoffensive gestartet“, sagte Opel-Interims-Chef Thomas Sedran am Mittwoch auf dem 13. Tag der Automobilwirtschaft in Nürtingen. Die Veranstaltung des Instituts für Automobilwirtschaft steht in diesem Jahr unter dem Motto: ""Evolution oder Revolution: Neue Weichenstellungen in der Automobilwirtschaft".

Mit den neuen Produkten stoße die Marke in wachsende Fahrzeugsegmente und auch in neue Märkte vor: „Wir haben einen klaren Wachstumsplan. Wir wollen die zweitstärkste Pkw-Marke in Europa werden - und zwar profitabel. Ohne uns Marktanteile zu kaufen“, kündigte Sedran an.

Karl-Thomas Neumann

Der angeschlagene Autohersteller Opel hat einen neuen Vorstandsvorsitzenden: Der Aufsichtsrat hat den ehemaligen Volkswagen-Manager Karl-Thomas Neumann nun offiziell zum neuen Chef bestimmt. Er soll den Posten zum 1. März antreten. Neumann war bis zum Sommer 2012 für das China-Geschäft von Volkswagen verantwortlich. Dass er den Posten als Nachfolger von Opel-Übergangschef Thomas Sedran bekommen würde, wurde schon vergangenes Jahr berichtet. Zunächst wurde allerdings mit einem späteren Amtsantritt Neumanns gerechnet, da seine Verpflichtungen bei VW noch bis Ende Juni liefen. Neumann erwartet eine schwierige Aufgabe: In den vergangenen Jahren hat Opel horrende Verluste angehäuft. Die GM-Tochter leidet besonders unter der Absatzkrise der Autobranche in Europa, auch weil ihr die Mutter den Zugang zu vielversprechenden Märkten außerhalb Europas verweigert. Neumann musste sich schon einmal als Krisenmanager beweisen: in seiner Zeit als Vorstandsvorsitzender beim Autozulieferer Continental von 2008 bis 2009. Damals strich er Tausende Jobs.

Bild: obs

Die Absatzkrise in Europa hat den Opel-Verkauf zuletzt deutlich verringert. Im September setzte die Marke mit dem Blitz in der EU 15,6 Prozent weniger Neuwagen ab als im Vorjahresmonat, der Marktanteil schrumpfte von 7,9 auf 7,5 Prozent. Damit liegen die Rüsselsheimer hinter Ford (Marktanteil 8,2 Prozent) und der Marke Volkswagen (11,9 Prozent).

Opel verhandelt derzeit mit dem Betriebsrat und der IG Metall über tiefe Einschnitte. Dabei geht es auch um die Zukunft des Werks in Bochum. Eine Einigung soll bis Monatsende unter Dach und Fach sein. Dann will die Konzernmutter GM auch ihre Quartalszahlen veröffentlichen.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 17.10.2012, 14:02 Uhrmathias

    Einen Ssangyong Korando nachzubauen in Korea, und das auch noch
    als deutsches Produckt verkaufen zu wollen - ist schon gewagt.

    Seit ich denken kann, war Opel immer hinter Ford
    Nicht mal der Opel GT konnte Ford überholen.

    Fanatiker haben in der freien Marktwirtschaft nichts verloren.
    Die Mitarbeiter von Opel sehen sich immer noch im "Manta Film"

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