Sonnenbatterie: Managerschwund bei Tesla Deutschland

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Der US-Elektroautobauer Tesla verliert in Deutschland einige wichtige Manager.

von Rebecca Eisert

Tesla steht vor der Premiere des Model X, das ab 2016 in Deutschland verkauft werden soll. Doch in der wichtigen Phase verliert der Elektroautobauer einige hochrangige Manager.

Drei von sechs deutschen Niederlassungen verlieren auf einen Schlag ihren Chef. Die Manager folgen dem ehemaligen Tesla-Deutschland-Chef Philipp Schröder zum Energiedienstleister Sonnenbatterie.

Es ist erst wenige Monate her, dass der ehemalige Deutschland-Chef Philipp Schröder als Geschäftsführer für Marketing und Vertrieb zu seinem ehemaligen Arbeitgeber Sonnenbatterie zurückkehrte. Nun folgen im weitere Tesla-Kollegen. "Es gab kein Zerwürfnis", betont Schröder gegenüber der WirtschaftsWoche. Tesla-Chef Elon Musk hätte versucht ihn zu halten, so Schröder.

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Dass nun aber eine ganze Reihe von Mitarbeitern zu Sonnenbatterie nach Berlin wechseln, dürfte zumindest in der Deutschland-Zentrale für Unruhe sorgen. Schröder sind nun schon sechs Top-Manager gefolgt, darunter dem Vernehmen nach auch Europas bester Tesla-Verkäufer.

Schmerzhaft dürfte auch der Verlust zweier Niederlassungsleiter sein. Marcel Meub bis zuletzt Leiter der Tesla-Niederlassung Frankfurt verantwortet künftig den Vertrieb für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei Sonnenbatterie. Alan Atzberger, bisher Leiter der Tesla-Niederlassungen in Hamburg und Berlin, soll das internationale Geschäft des Energiedienstleisters in den USA und Australien vorantreiben, sowie das Online-Geschäft ausbauen. Zudem wechselt auch Jonas Rabe, bei Tesla Deutschland für das Direkt- und Eventmarketing zuständig, zu dem Energiedienstleister.

Tesla Deutschland spielt die Abgänge herunter: „Die angesprochenen Positionen in Deutschland sind bereits wieder besetzt und wir sind überzeugt von dem soliden und leistungsstarken Fundament unseres Teams“, heißt es in einem Statement des Unternehmens.

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Tesla-Gründer Elon Musk vor seinem Modell X Quelle: Bloomberg, Montage

Der Abgang der Manager kommt für Tesla zu einem schwierigen Zeitpunkt, denn das Unternehmen ist immer noch dabei, in Deutschland Fuß zu fassen. Von der Elektro-Limousine Model S haben die Kalifornier von Januar bis Ende August gerade einmal 958 Exemplare verkauft. Einen Aufschwung soll das Elektro-SUV Model X bringen, das in Deutschland ab dem Frühjahr 2016 verkauft werden soll. Statt den Vertrieb auf die anstehende Premiere der zweiten Baureihe vorzubereiten, muss Tesla erst neue Manager suchen.

Von dem einst von Tesla-Gründer Musk ausgerufenen Ziel, 1.000 Autos pro Monat in Deutschland verkaufen zu wollen, ist der Elektropionier weit entfernt. "Man kommt nicht umhin, die Verkäufe des Model S in Deutschland als enttäuschend zu bezeichnen – angesichts des Wohlstands, der Automotive-Kultur und der technischen Natur der deutschen Gesellschaft", so die Experten des Analysehauses IHS Automotive.

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Auch international wackeln die Absatzziele – obwohl sich die Verkäufe gut entwickeln. Im dritten Quartal stieg der Absatz um 49 Prozent auf 11.580 Einheiten. Dennoch bleibt IHS skeptisch, ob Tesla den angepeilten Jahresabsatz von 50.000 bis 55.000 Fahrzeugen schafft. Selbst wenn nur das untere Ende des Zielkorridors erreicht werden soll, müssten im Schlussquartal 17.000 Autos weltweit verkauft werden – in den ersten drei Quartalen ist Tesla auf zusammengerechnet 33.100 Autos gekommen. Das dürfte trotz der Ende September gestarteten Auslieferung des Model X extrem schwer fallen, so die IHS-Experten.

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