Sparpaket greift: Renault nimmt wieder Fahrt auf

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Sparpaket greift: Renault nimmt wieder Fahrt auf

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Volkswagen-Konkurrent Renault steht im Gegensatz zur schwer angeschlagenen Peugeot-Citroen Gruppe im ersten Halbjahr 2013 gut da.

Renault verbucht wegen der Sanktionen gegen den Iran erhebliche Gewinneinbußen. Im operativen Geschäft läuft es aber wesentlich besser als noch vor einem Jahr. Die Restrukturierungsmaßnahmen zahlen sich aus.

Harte Sparmaßnahmen haben dem zweitgrößten französischen Autobauer Renault ein unerwartet starkes erstes Halbjahr beschert. Der Volkswagen-Konkurrent verdiente operativ 583 Millionen Euro und damit fast 15 Prozent mehr als vor einem Jahr. Das Gesamtergebnis wurde allerdings von Sonderposten stark belastet. Es sank von 734 auf nur noch 39 Millionen Euro. Unter anderem mussten die Franzosen für ihr Iran-Geschäft 512 Millionen Euro Rückstellungen wegen der verschärften Sanktionen gegen das Land verbuchen und auch das Sparpaket belastete zunächst mit 173 Millionen Euro.
Das Plus beim operativen Ergebnis lag deutlich über dem ,was Analysten erwartet hatten. Die Autosparte konnte ihren Beitrag dabei auf 211 Millionen Euro fast verdoppeln, der Rest stammt aus der Finanzsparte. „Wir sind auf Kurs, unsere Ziele für 2013 zu erreichen“, sagte Konzernchef Carlos Ghosn.

Renault-Chef Carlos Ghosn "Ich habe manchmal schlaflose Nächte"

Der Renault-Chef und Präsident von 
Nissan bereitet seinen Konzern unbeirrt von Absatzflaute und Milliardeninvestments auf das Zeitalter der Elektromobilität vor – und erhofft sich viel von der Kooperation mit Daimler.

Quelle: rtr


Die Renault-Mitarbeiter hatten im Frühjahr einem harten Sparkurs zugestimmt, nach dem bis 2016 rund 7500 Stellen nicht neu besetzt werden sollen. Außerdem wurden die Gehälter eingefroren. Renault leidet wie fast die komplette Branche unter der Nachfrage-Flaute in Europa.

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Der weltweite Absatz sank um knapp zwei Prozent auf 1,3 Millionen Autos. Auch der Umsatz ging leicht auf 20,4 Milliarden Euro zurück. Das Geschäftsumfeld sei besonders in Frankreich schwieriger als erwartet, hieß es. Trotzdem will die Gruppe mit den Marken Renault, Dacia und Renault Samsung Motors bis Ende des Jahres mehr Autos verkaufen als 2012.

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Rettungsanker in schwierigen Zeiten ist für die Franzosen der Partner Nissan, an dem Renault mehr als 44 Prozent hält. Die Japaner steuerten im ersten Halbjahr 766 Millionen Euro bei, wodurch der Renault-Gewinn unter dem Strich im positiven Bereich blieb.
Der größte französische Autobauer PSA Peugeot Citroën stellt seine Halbjahreszahlen am kommenden Mittwoch vor. Das Unternehmen ist im Gegensatz zur Renault durch die Absatzkrise in Westeuropa schwer angeschlagen.

Der chinesische Kooperationspartner Dongfeng hat Interesse an einer Beteiligung bei PSA angemeldet. Ein Abkommen zur Gründung eines chinesischen Gemeinschaftsunternehmens solle nach dem Wunsch der beiden Unternehmen noch im Juli unterzeichnet werden, sagte eine den Firmen nahe stehende Person. Demnach sind Investitionen von knapp 1,3 Milliarden Euro vorgesehen. "Wir warten auf eine offizielle Einladung des chinesischen Industrieministeriums", hieß es Anfang Juli.
Über das Vorhaben, das Abkommen noch im Juli zu schließen, hatte auch die Zeitung "China Business News" berichtet. Dem Blatt zufolge soll das Werk eine Kapazität von 150.000 Autos im Jahr haben. Vom kommenden Jahr an sei dort die Montage von Geländewagen und Minivans geplant.
Ausländische Firmen müssen sich mit chinesischen Partnern zusammentun, um Fahrzeuge in der Volksrepublik herstellen zu dürfen. Dongfeng arbeitet bereits mit Nissan, Honda und PSA Peugeot Citroen zusammen.

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