Sportliche Geländewagen: Der SUV-Boom ist längst noch nicht vorbei

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Sportliche Geländewagen: Der SUV-Boom ist längst noch nicht vorbei

von Rebecca Eisert

SUV - die Sports Utility Vehicles haben Deutschlands Straßen erobert und ihr Siegeszug hält an. Über Geländewagen, die gar keine sind, und was wir vom SUV-Segment in den nächsten Jahren noch erwarten dürfen.

OB BMW X3, Audi Q5, Nissan Qashqai oder Skoda Yeti - SUV sind das derzeit am schnellsten wachsende Fahrzeugsegment in Deutschland. 1995 als die großen Geländewagen aus Amerika zu uns rollten, waren sie noch eine Nische. Gerade einmal zwei Prozent aller Pkw in Deutschland waren SUV. Heute machen SUV und große Geländewagen 15,5 Prozent aller Autos auf deutschen Straßen aus.

Die Top SUV und Geländewagen 2013

  • Welche SUV die KBA-Statistik anführen

    Die Top-5-SUV nach Statistik des Kraftfahrt Bundesamt in diesem Jahr bisher sind der Nissan Qashqai, gefolgt vom BMX X1, Skoda Yeti, Opel Mokka und Ford Kuga.

  • Die Top-5-Geländewagen

    Seit 2013 trennt das Kraftfahrt-Bundesamt zwischen SUV und Geländewagen. Bei den als Geländewagen erfassten Modellen führt laut KBA-Statistik der VW Tiguan mit einem Anteil im Segment von fast 27 Prozent. Mit weitem Abstand folgen Audi Q3 (11,5%), BMW X3, Audi Q5 und Mercedes ML.

Ferdinand Dudenhöffer, Leiter des CAR-Center of Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen aus, geht davon aus, dass der Boom nahezu unbegrenzt anhalten wird. Für 2020 rechnet er hierzulande mit einer Million SUV – zum Großteil so genannten Kompakt-SUV. Die kleine SUV haben den bis dato oft teuren Geländewagen zum Durchbruch verholfen. Seit Modellen wie dem Dacia Duster ab 10.990 Euro sind die hochbeinigen Kisten auch für Kunden mit kleinerem Geldbeutel erschwinglich.

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Angesichts solcher Wachstumsperspektiven haben die Hersteller tüchtig nachgelegt. Aktuell werden hierzulande über 70 verschiedene SUV-und Geländewagen-Modelle verkauft. Für 2014 hat Ford den Einstiegs-SUV Ecosport angekündigt, Honda den Urban SUV, Mazda will 2015 mit dem CX3 die kleine Schwester des CX-5 nachschieben, Suzuki hat einen Kompakt-SUV angekündigt und VW will den Markt 2016 mit einem Mini-SUV auf Polo-Basis aufmischen. Bis in drei Jahren rechnet Dudenhöffer mit über 90 verschiedenen Modellen. Allein sechs Modelle kamen in diesem Jahr neu dazu - zuletzt der Mercedes GLA und  Suzuki SX4 – kein anderes Segment verzeichnet so viele Neuzugänge.

Für Dudenhöffer steht fest: „Wer im SUV-Marktsegment unterrepräsentiert ist, verliert im deutschen Automarkt auch in den nächsten Jahren Marktanteile.“ Der Trend werde sich weiterentwickeln. Nach vom Kompakt SUV kommen die SUV auf Kleinwagenbasis, wie der VW SUV auf Polo-Basis. Zusätzlich werden SUV mit Coupé-Formen á la BMW X6, gemixt.  „Der SUV steht trotz stolzer Verkaufszahlen immer noch nicht am Ende der Entwicklung, sondern eher am Beginn.“

Das zeigt auch der Vergleich mit USA, nirgends auf der Welt werden so viele SUV verkauft wie in den Vereinigten Staaten. Ihr Marktanteil liegt dort bereits bei 29 Prozent. Dudenhöffer ist sicher: „Der Trend zu den Kompakt-SUV erlaubt dabei, den strengen Zielkonflikt zwischen SUV und Umweltschutz zu entkrampfen."

Warum SUV so beliebt sind

Die Kompakt-SUV vereinen all das, was die Kunden an Geländewagen schätzen, ohne deren Nachteile einzukaufen. Dazu zählen in erster Linie ein hoher Verbrauch und schlechte Chancen bei der Parkplatzsuche. Die neuen SUV sind daher kleiner und sparsamer, trotzdem sind sie praktisch und vermitteln Sicherheit. Oft erinnern nur Optik und Design an einen Geländewagen und lassen das Fahrzeug deshalb besonders robust wirken. Auch wenn viele Modelle längst nicht mehr so kantig und eckig daherkommen wie ihre Vorgänger aus den 90er Jahren. Die neuen SUV sind viel mehr „rundgelutscht“. Das ist gefälliger und massenkompatibler – auch wenn die Sicht vor allem aus dem Heck darunter leidet.

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