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exklusivSportwagen: Porsche-Chef Müller will den Absatz verdoppeln

von Franz W. Rother und Martin Seiwert

Nachdem Volkswagen eine Fusion mit Porsche offiziell abgesagt hat, will sich Porsche-Chef Matthias Müller jetzt voll auf das operative Geschäft konzentrieren und den Absatz verdoppeln.

Cabrio-Version des neuen Porsche 911 Quelle: obs Porsche AG
Cabrio-Version des neuen Porsche 911 Quelle: obs Porsche AG

„Die Umsetzung der Strategie 2018 zur Steigerung des Absatzvolumens und zum Ausbau unserer Modellpalette“, sind laut Porsche-Chef Matthias Müller die Themen, die derzeit anstehen. „Wir verkaufen derzeit im Jahr über 100.000 Fahrzeuge aus vier Modellreihen und werden ab 2013 mit dem Cajun, der nach wie vor einen Arbeitstitel trägt, ein fünftes Modell haben“, sagte Müller im Gespräch mit der WirtschaftsWoche.

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Dabei will Müller dem anvisierten Absatzziel von 200.000 Autos jährlich mit dem kleinen Geländewagen ein „gutes Stück“ näher kommen. „Den Cajun sehe ich bei 50.000 Einheiten im Jahr. Und bei einer positiven Entwicklung der Märkte und mit dem Ausbau unseres Händlernetzes sind wir schnell bei 200.000 Autos. Das ist kein Hexenwerk.“ Zudem prüfe Porsche „derzeit die Marktchancen einer sechsten und siebten Modellreihe, um möglichst jedes Jahr eine Neuheit präsentieren zu können.“

Dabei favorisiert Müller vor allem einen Sportwagen oberhalb des Elfer: „Zwischen einem 911 GT2 für 250.000 Euro und einem 918 Spyder für 750.000 Euro liegt eine Preisspanne von einer halben Million. Warum sollen wir nicht ein Auto für 300.000 bis 400.000 Euro konzipieren? Das würde bestimmt sofort als Porsche akzeptiert werden.“ Ein kleiner Roadster hingegen könnte die Marke überdehnen. Müller: „Möglicherweise braucht es noch eine nächste Kundengeneration, bis ein kleiner Roadster zu Porsche passt.“

Einen Ausbau der Porsche-Werke oder gar den Neubau eines Werks plant Müller aus finanziellen Gründen nicht, stattdessen setzt er auf eine engere Verzahnung mit VW: „Porsche ist ein relativ kleines Unternehmen, das nicht beliebig viel investieren kann. Das war immer so und wird auch so bleiben. Heute haben wir Kapazitäten in Zuffenhausen und Leipzig. Wenn die nicht ausreichen sollten, müssen wir nachschauen, wo wir fertigen lassen können – warum nicht bei VW Osnabrück, im ehemaligen Karmann-Werk?“

Eine Absatzkrise erwartet der Porsche-Chef für dieses Jahr nicht: „Der Bestelleingang für den neuen 911 ist höher als erwartet. Das Jahr fängt also ganz gut an.“ Zudem sei das Unternehmen gut aufgestellt: „Porsche hat einen niedrigen Break-even und niedrige Lagerbestäne. Wir sind also auf alle Unwägbarkeiten eingerichtet“, so Müller gegenüber der WirtschaftsWoche.

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