Stammwerk Wolfsburg: VW streicht sechs Sonderschichten

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Stammwerk Wolfsburg: VW streicht sechs Sonderschichten

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An sechs Sonntagen stehen die Bänder im VW-Stammwerk Wolfsburg im dritten Quartal still.

Es hakt weiter im VW-Werk Wolfsburg: Der Konzern hat bereits geplante Sonderschichten wieder gestrichen. Grund sind laut einem Medienbericht technische Mängel.

Volkswagen hat für das dritte Quartal geplante Sonntagschichten in Wolfsburg gestrichen. Von insgesamt neunzehn an Wochenenden mit dem Betriebsrat vereinbarten Schichten würden in der Golf-Produktion sechs an Sonntagen nicht benötigt, teilte der erfolgsverwöhnte Autobauer am Mittwoch mit. Betroffen sei die Montage im Stammwerk. Den Grund für die Streichung erläuterte VW nicht näher. Vor den Werksferien war bekanntgeworden, dass es in Wolfsburg Probleme in der Golf-Fertigung gab und die Bänder deshalb immer wieder angehalten werden mussten. Inzwischen sollen die Mängel weitgehend behoben sein.

Insgesamt seien während der Werksferien 270 Umbaumaßnahmen abgeschlossen worden. Dabei handele es sich um alle möglichen baulichen Veränderungen – von der Infrastruktur des Werks über Teile der Produktionsanlagen bis hin zu Waschräumen für die Mitarbeiter, erläuterte ein Sprecher.

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VW-Sparprogramm Winterkorns Brandrede

Bis 2018 will Volkswagen-Chef Martin Winterkorn eine Rendite von sechs Prozent erreichen. Doch nach seiner Analyse liegt in Wolfsburg einiges im Argen – Auszüge und Einordnungen aus Winterkorns Brandrede.

VW-Chef Winterkorn hat ein scharfes Sparprogramm angekündigt. Auszüge aus seiner Brandrede. Quelle: REUTERS

Zuvor hatte bereits das Wirtschaftsmagazin "Bilanz" über die Streichung von Sonderschichten berichtet. Solange immer wieder technische Störungen für Zwangspausen und Produktionsausfälle sorgten, seien Zusatzschichten am Sonntag sinnlos, berichtete das Magazin unter Berufung auf nicht genannte Quellen im Betriebsrat. Das VW-Werk werde im laufenden Jahr zwar mehr Autos herstellen als 2013, jedoch voraussichtlich weniger als die ursprünglich geplanten gut 850.000 Fahrzeuge.

Die Arbeitnehmervertretung hatte vor einigen Wochen moniert, die Mitarbeiter müssten aufgrund technisch unzulänglicher Anlagen ausgefallene Produktion an Wochenenden nachholen. Für die Probleme sei das Management verantwortlich. Kurze Zeit später musste Produktionschef Michael Macht seinen Hut nehmen.

Nach Kritik Produktionsvorstand Macht verlässt VW

In den vergangenen Wochen hatte die Kritik an VW-Produktionsvorstand Michael Macht zugenommen. Jetzt kommt es zur Trennung von Europas größtem Autobauer.

Produktionsvorstand Michael Macht verlässt Volkswagen in gegenseitigem Einvernehmen. Quelle: APN

Hintergrund des Streits ist auch das von VW angekündigte Sparprogramm. Konzernchef Martin Winterkorn will die Kosten bei der Marke VW Pkw um fünf Milliarden Euro jährlich senken. Die Einsparungen sollen ab 2014 schrittweise steigen und ab 2017 nachhaltig wirken. Damit will VW das für 2018 gesteckte Renditeziel von mindestens sechs Prozent absichern. Im zweiten Quartal lag die operative Marge bei 2,3 Prozent nach mageren 1,8 Prozent zu Jahresbeginn.

Betriebsratschef Bernd Osterloh hat bereits deutlich gemacht, dass er keine Einschnitte bei den tariflichen Leistungen an die Mitarbeiter hinnehmen will. Die Arbeitskosten seien nicht der Grund, warum VW bei der Rendite hinterhinke.

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