Strategieziele: Opel will Marktanteil erhöhen

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Strategieziele: Opel will Marktanteil erhöhen

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Opel will profitabel wachsen: 10 Prozent Marktanteil in Deutschland bis 2022 will Opel-Chef Neumann erreichen, 8 Prozent in Europa. Die Ebit-Marge soll dann bei fünf Prozent liegen.

Opel hat erstmals Details zu seinem Strategieprogramm Drive!2022 genannt. Die Ziele: Acht Prozent Marktanteil in Europa bis 2022 - und eine Gewinn-Marge von fünf Prozent.

Bis zum Jahr 2022 sollen Opel und Vauxhall einen Marktanteil von acht Prozent in Europa erreichen. Dieses Ziel hat sich das Management um Opel-Chef Karl-Thomas Neumann und Finanz-Vorstand Michael Lohscheller gesetzt. In Deutschland lautet das Ziel zehn Prozent. Nach den ersten fünf Monaten des Jahres erreicht Opel aktuell einen Anteil von 7,2 Prozent.

Das Unternehmen will in den kommenden Jahren profitabel wachsen und strebt eine Gewinn-Marge – gemessen am Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) – von fünf Prozent an. Gleichzeitig wollen die Rüsselsheimer die Qualität ihrer Produkte weiter verbessern. Kundenzufriedenheit heißt das Zauberwort, an dem sich das Team messen lassen will.

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Aber auch als Arbeitgeber will Opel wieder strahlen. Die harten Sparpläne der vergangenen Jahre hatten die Motivation auf den Nullpunkt sinken lassen, jetzt - so zeigten interne Befragungen - sei Opel in puncto Motivation die Benchmark im General-Motors-Konzern.

Opel-Chef Karl-Thomas Neumann sagte, das Führungsteam von Opel habe in den vergangenen Monaten hart daran gearbeitet, den Zehnjahresplan fortzuschreiben. Der vorgestellte Zielkatalog, sei das Resultat weiterer strategischer Überlegungen. "Wir haben bereits die Weichen gestellt, um den Plan Schritt für Schritt umzusetzen. Dafür haben wir die volle Rückendeckung unseres Mutterkonzerns General Motors."

Opel konzentriert sich auf drei Prioritäten:

1. Modelle

2. Marken

3. eine verbesserte Marktdurchdringung.

Die Modell- und Motorenoffensive will Opel mit hoher Schlagzahl fortsetzen. In den Jahren 2014 bis 2018 sind insgesamt 27 neue Modelle und 17 Motoren geplant. Marktbeobachter rechnen mit mindestens einem neuen SUV unter- oder oberhalb des Erfolgsmodells Opel Mokka, der sich in den letzten anderthalb Jahren mehr als 240.000 Mal verkauft hat. Auch einen preisgünstigen Kleinwagen unterhalb des Adam kann sich Neumann "gut vorstellen".

Eine weitere strategische Priorität ist die Stärkung des Images als emotionale, nahbare und deutsche Marke. Mit Testimonial Jürgen Klopp und der Kampagne 'Umparken im Kopf' hat Opel zuletzt für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Ein nachhaltiger Image-Effekt ist, wie eine Auswertung des Markt- und Meinungsforschungsinstituts YouGov exklusiv für WirtschaftsWoche Online zeigt, aber noch nicht zu erkennen.

YouGov-Vorstand Holger Geißler: "Die Werbung wurde registriert. Als sie Anfang März richtig anlief, stieg die Zahl derjenigen, die Werbung von Opel wahrgenommen haben, drastisch an." Anfang April war es sogar fast jeder dritte.

Damit nahmen zeitweise sogar mehr Deutsche Werbung von Opel als von Volkswagen wahr. Allerdings: Kurz nach Ende der Kampagne sank der kurzfristig erkennbare Anstieg im Image wieder. Einen nachhaltigen Effekt gab es nicht. Auch die Kaufabsicht hat sich dadurch nicht positiv verändert. Opel-Chef Neumann ist dennoch optimistisch. Man werde klar als Marke wahrgenommen, die sich im Aufstieg befinde.

Opel soll wieder als aufregende, nahbare, deutsche Marke wahrgenommen werden. Kunden sollen sie mit technische Innovationen, deutscher Ingenieurskunst und einem guten Preis-Wert-Verhältnis in Verbindungen bringen. Diese Werte wolle man noch klarer transportieren als bisher.

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