Südkorea: Bußgelder gegen BMW, Mercedes und Porsche

Südkorea: Bußgelder gegen Autobauer - BMW setzt Verkauf aus

Bild vergrößern

Auch in Südkorea haben einige deutsche Autohersteller Probleme mit dem Umweltministerium wegen Abgaswerten.

Drei Autohersteller müssen in Südkorea Strafen wegen Verstößen gegen die Abgasverordnungen bezahlen. Der größte Teil der rund 54 Millionen Euro entfällt dabei auf BMW. Die Münchner setzen nun auch den Verkauf von sieben Modellen aus.

Südkorea hat die Autohersteller BMW, Mercedes-Benz und Porsche wegen Verstoßes gegen die Abgasregeln zu Bußgeldern verdonnert. Insgesamt gehe es um eine Summe von 70,3 Milliarden Won (rund 54 Millionen Euro). Der Löwenanteil entfalle mit 60,8 Milliarden Won auf BMW, teilte das Umweltministerium am Donnerstag mit. Dem Konzern werde vorgeworfen, Dokumente zu Abgastests gefälscht zu haben. Zudem habe BMW Autos auf den Markt gebracht, ohne eine Genehmigung für Änderungen von Teilen zur Abgaskontrolle erhalten zu haben

BMW erklärte, mit den Behörden zu kooperieren und notwendige Maßnahmen zu ergreifen. Man setze den Verkauf von sieben Modellvarianten in Südkorea freiwillig aus. Grund dafür seien „Unregelmäßigkeiten bei Zulassungsdokumenten“ - es gehe nicht um Probleme bei der Technik selbst, und das Thema sei auf Südkorea beschränkt.

Anzeige

Das Ministerium kündigte an, Zertifikate für Treibstoffeffizienz bis Mitte November zu annullieren und den Verkauf von 28 BMW-Modellen zu stoppen. Bereits verkaufte Autos seien davon nicht betroffen

Mercedes soll 7,8 Milliarden Won berappen, weil der Konzern ebenfalls Autos auf den Markt gebracht habe, ohne eine Genehmigung für Änderungen von Teilen zur Abgaskontrolle erhalten zu haben. Porsche soll aus demselben Grund 1,7 Milliarden Won zahlen. Mercedes erklärte, es seien nur wenige der zwischen 2012 und 2017 importierten 200.000 Fahrzeuge betroffen.

Der Konzern werde Maßnahmen ergreifen, um ähnliche Fälle künftig zu verhindern. Porsche teilte mit, das laufende Geschäft sei von dem Vorgehen der Behörden nicht betroffen. Es gehe um Änderungen von Teilen zwischen 2010 und 2015. Alle Autos seien bereits verkauft oder richtig zertifiziert.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%