Takata: KKR an kriselndem Airbaghersteller interessiert

Takata: KKR an kriselndem Airbaghersteller interessiert

Der US-Finanzinvestor KKR will einem Zeitungsbericht zufolge dem angeschlagenen japanischen Autozulieferer Takata beispringen. Der Fonds wolle 60 Prozent der Anteile kaufen. Dazu seien Gespräche mit den Kunden nötig.

Die US-Beteiligungsgesellschaft KKR und andere Investoren sollen Insidern zufolge den angeschlagenen japanischen Autozulieferer Takata retten. Die Geldgeber verhandelten unabhängig voneinander mit dem Gremium, das den Umbau des wegen Problemen bei Airbags in die Krise geratenen Unternehmens beaufsichtigt, sagten mit dem Vorgang vertraute Personen am Donnerstag zur Nachrichtenagentur Reuters.

Einem Zeitungsbericht zufolge könnte KKR etwa 60 Prozent der Anteile an Takata übernehmen und habe einen entsprechenden Restrukturierungsplan vorgelegt. Bevor jedoch einem Investor der Zuschlag erteilt werde, müssten die wichtigsten Kunden und Anteilseigner bei Takata zustimmen.

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Der japanische Konzern sowie KKR lehnten eine Stellungnahme ab. An der Börse kamen die Aussichten auf Finanzhilfen jedoch gut an: Die Aktien schnellten um mehr als ein Fünftel in die Höhe.

Rückrufe der deutschen Autobauer

  • VW

    Gemessen an den Neuzulassungen belegt der Volkswagen Konzern mit nur 61 Prozent die beste deutsche Platzierung. Im ersten Halbjahr 2014 rief VW rund 177.000 Einheiten der Marke Volkswagen und sowie 209 Porsche (911 GT3) in die Werkstätten zurück.

  • BMW

    Mit rund 89 Prozent im Vergleich zu 334 im Vorjahr konnte sich vor allem BMW als Premiumanbieter wieder stabilisieren.

  • Daimler

    Daimler konnte seine sehr gute Position aus dem Vorjahr nicht halten. Der Konzern beorderte rund 253.000 Fahrzeuge der C-Klasse aufgrund von Fehlfunktionen der Rücklichter zurück zum Servicepartner und erreicht damit eine Rückrufquote von 151 Prozent (Vorjahr: 0,2%).

Takata, das sich zu fast 60 Prozent im Besitz der Gründerfamilie befindet, hat ein unabhängiges Gremium einberufen, das einen Geldgeber suchen und die Restrukturierung des Unternehmens auf den Weg bringen soll. Unter anderem prüft Takata den Verkauf von Firmenteilen, die nicht zum Kerngeschäft gehören. Die Japaner mussten in den vergangenen vier Jahren drei Mal einen Verlust verkraften. Wegen der Rückrufe drohen nun weitere Milliarden-Belastungen.

Der 1933 gegründete Konzern steckt wegen Problemen mit Airbags in Schwierigkeiten. Bis jetzt wurden deswegen weltweit mehr als 50 Millionen Fahrzeuge zurückgerufen, die meisten davon in den USA. Manche Takata-Airbags können bei anhaltend hoher Feuchtigkeit und hohen Lufttemperaturen bei einem Aufprall mit zu viel Kraft explodieren, wodurch Fahrzeuginsassen von Splittern getroffen werden könnten. Weltweit stehen mindestens elf Todesfälle mit defekten Aufblasvorrichtungen von Takata in Verbindung.

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