Tesla Motors: Software-Update lässt Autos automatisch lenken

Tesla Motors: Software-Update lässt Autos automatisch lenken

Tesla macht einen ersten Schritt zu selbstfahrenden Elektroautos. Die Fahrzeuge sollen selbst die Spur wechseln und den richtigen Abstand halten. Die „Autopilot“-Funktion kommt per Software-Update - für 2500 Dollar.

Der Elektroauto-Hersteller Tesla lässt seine Fahrzeuge künftig automatisch die Spur und den Abstand halten. Außerdem sollen sie die Spur wechseln und einparken können. Die bereits im vergangenen Jahr angekündigten „Autopilot“-Funktionen werden zunächst in den USA ab Donnerstag per Software-Update hinzugefügt. Europa und Asien sollen rasch folgen. Die Funktionen zum automatisierten Fahren kosten einen Tesla-Besitzer 2500 Dollar. Sie seien allerdings noch in der Anfangsphase, und die Fahrer sollten die Hände am Lenkrad lassen, betonte Gründer und Chef Elon Musk in einer Telefonkonferenz am Mittwoch. In entspannten Verkehrs-Situationen können einige Fahrer vielleicht das Steuer loslassen - „aber wir empfehlen das nicht“. Gebe es einen Unfall beim Spurwechsel mit „Autopilot“, hafte immer noch der Fahrer, betonte Musk.

Die wichtigsten Startups von Elon Musk

  • 1995 Zip2

    Internet-Medienunternehmen, 1999 von Alta Vista für 307 Millionen Dollar übernommen, Musk erhält 22 Millionen Dollar

  • 1999 X.com

    Musk startet den Online-Bezahldienst, aus dem später PayPal wird. 2002 kauft Ebay die Firma für 1,5 Milliarden Dollar. Musk kassiert 165 Millionen Dollar

  • 2002 SpaceX

    Ein Kindheitstraum wird wahr: Musk gründet sein Raumfahrtunternehmen

  • 2004 Tesla Motors

    Musk beteiligt sich am Elektroautohersteller, wird später Mitgründer neben Martin Eberhard, Marc Tarpenning, Ian Wright und Jeffrey Brian Straubel

  • 2006 Solarcity

    Lyndon und Peter Rive verleasen und installieren mit ihrem Start-up Fotovoltaikanlagen; Musk kofinanziert die Firma seiner beiden Cousins

Das Auto wechselt die Spur alleine, wenn der Blinker aktiviert wird. Beim Einparken sucht die Software auch automatisch nach einer passenden Parklücke. Tesla hatte bereits in den vergangenen Monaten die frisch produzierten Fahrzeuge seines Model S mit Radar- und Ultraschall-Sensoren sowie Kameras ausgestattet. Dies ermögliche unter anderem eine Seitenaufprall-Warnung. Rund 60 000 der insgesamt 90 000 gebauten Teslas hätten die nötige Technik an Bord. Sensor-Daten von den Fahrzeugen werden zu Tesla hochgeladen, um die Fähigkeiten der Software zu verbessern. „Das System lernt mit der Zeit“, sagte Musk.

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Freunde und Feinde von Elon Musk

  • Familie

    Kimbal Musk Bruder, ebenfalls Unternehmer, Aufsichtsrat bei SpaceX und Tesla

    Tosca Musk Schwester und erfolgreiche Filmemacherin

    Maye Musk Mutter, Ernährungsberaterin,

    Errol Musk Vater, Ingenieur

    Lyndon und Peter Rive Cousins, Musk war und ist an ihren verschiedenen Unternehmen beteiligt

  • Feinde

    Martin Eberhard Mitgründer und ursprünglicher Ideengeber von Tesla, wurde von Musk gefeuert

    Henrik Fisker Ex-BMWDesigner; Musk verklagte ihn erfolglos wegen Ideenklau

    James McNerney Der CEO von Boeing rangelt mit Musk um Nasa-Aufträge

    Jeff Bezos Der Amazon-Gründer will mit dem Start-up Blue Origin ebenfalls ins All

  • Freunde

    Larry Page Der Google-Gründer würde sein Milliardenvermögen eher Musk vermachen, als es wohltätigen Organisationen zu spenden

    Jeffrey Brian Straubel Technikvorstand von Tesla, Antriebsexperte

    Franz von Holzhausen Tesla-Chefdesigner

    Tom Mueller renommierter Raketenkonstrukteur, Mitgründer von SpaceX

Auch das SUV Model X, dessen Produktion gerade hochgefahren wird, soll die „Autopilot“-Funktionen bekommen. Musk rechnet damit, dass Autos in drei Jahren im Prinzip von allein die Insassen von A nach B bringen könnten. Es werde aber mindestens ein Jahr länger dauern, den rechtlichen Rahmen dafür zu schaffen. Bei Tesla arbeiteten rund 50 Mitarbeiter an der „Autopilot“-Software und etwa 100 an der Hardware dazu, sagte Musk. Der Autobauer hat insgesamt rund 14.000 Beschäftigte.

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Auch andere Hersteller integrieren in ihre Autos bereits Funktionen zum automatisierten Fahren, wie etwa Mercedes bei seiner S-Klasse. Bei Tesla soll das Auto mit der nächsten Software-Version 7.1 von allein in die Garage fahren können. Der Milliardär Musk setzt darauf, dass Elektroantrieben die Zukunft gehört. Mit Preisen bei 70.000 Dollar spielt Tesla bisher aber nur in der Oberklasse mit. Musk hofft auf einen Absatzschub, wenn ab dem Jahr 2017 ein „Model 3“ für rund 35 000 Dollar kommt.

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