Thunder Power auf der IAA: Das nächste Tesla geht an den Start

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Thunder Power auf der IAA: Das nächste Tesla geht an den Start

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Das neue Elektroauto des Herstellers Thunder Power. In zwei Jahren soll die Serienversion in Europa auf den Markt kommen.

von Sebastian Schaal

Kein anderes Start-up hat die Autowelt so beschäftigt wie Tesla. Während sich die Kalifornier in der Branche etablieren, drängt auf der IAA das nächste Elektroauto-Start-up ins Rampenlicht: Thunder Power aus Taiwan.

Das Elektroauto hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Bereits kurz nach seiner Erfindung im 20. Jahrhundert geriet es schnell wieder in Vergessenheit. Selbst die Ölkrise konnte den E-Mobilen nicht aus der Nische helfen.

Auch in jüngster Vergangenheit gab es einige Hochs und Tiefs. Inzwischen haben zahlreiche Hersteller reine oder teilweise Elektrofahrzeuge im Programm, von recht unauffälligen Exemplaren wie dem VW e-Golf über futuristische Modelle wie den BMW i3 bis hin zum 700 PS starken Tesla Model S. 

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Doch die Kunden bleiben skeptisch. Reichweiten von deutlich mehr als 200 Kilometern bietet bislang nur Tesla – die Angebote von VW, Daimler, BMW und Co. können nicht mithalten.

Technische Hintergründe zu Akkus

  • Die Batterie

    Eine Batterie hat die Aufgabe, beim Aufladen möglichst viele Elektronen aufzunehmen und diese mit möglichst wenigen Verlusten zu speichern. Beim Entladen gibt sie die Elektronen dann wieder ab, um mit diesem Strom zum Beispiel einen Elektromotor oder ein Handy zu betreiben.

  • Der Akku

    Im Akku übernehmen die sogenannten Lithium-Ionen diese Speicheraufgabe: Diesen Atomen fehlt ein Elektron. Daher sind sie elektrisch positiv geladen. Beim Aufladen strömen negativ geladene Elektronen in den Akku und sammeln sich in einem dichten Geflecht aus dem leitfähigen Kohlenstoff Graphit. Dorthin wandern dann auch die positiv geladenen Lithium-Ionen. Jedes von ihnen bindet ein Elektron – man könnte auch sagen, dass jedes Ion ein Elektron festhält, um die Ladungsneutralität zu gewährleisten. Beim Entladen des Akkus verlassen die Elektronen das Graphit nach und nach wieder. Damit wandern auch die positiv geladenen Lithium-Ionen aus dem Graphit-Netzwerk heraus. Später kann der Ladezyklus dann von neuem beginnen.

  • Neue Akkus

    Je mehr Lithium-Ionen in einen Akku hineinpassen, umso mehr Elektronen und damit Energie können auf gleichem Raum gespeichert werden. Daher arbeitet Bosch schon länger unter anderem daran, den Graphit-Anteil zu reduzieren oder ganz auf das Graphit zu verzichten. Dies würde die Energiedichte des Akkus deutlich steigern. Das scheint jetzt dem Start-up Seeo, das Bosch gekauft hat, gelungen zu sein.

Tesla hat es vorgemacht

Dass das Elektroautos trotz des ausbleibenden Erfolgs in den Verkaufsräumen bei den Herstellern dennoch nicht in Vergessenheit geraten ist, zeigt sich auf der IAA. Audi und Porsche zeigen mit dem e-tron quattro concept und dem Mission E ihre Antwort auf den Tesla – Elektroautos mit 500 oder 600 Kilometern Reichweite, ohne den Fahrspaß und den Fahrer einzuschränken. Doch wie die Namen sagen: Es sind Konzeptstudien, die zwar einen Ausblick auf künftige Modelle geben, doch vor 2018 werden sie wohl kaum auf den Straßen zu sehen sein.

Tesla hat es vorgemacht, dass es Start-ups durchaus mit den Größen der Branche aufnehmen können, wenn sie ihre Nische besetzen. Der Erfolg der Kalifornier rund um Gründer Elon Musk lockt nun auch zunehmend andere Unternehmen an. In Frankfurt zeigt sich erstmals ein neues Start-up, das ein Premium-Elektroauto auf den Markt bringen will: Thunder Power.

Noch steht auf dem Messestand in der Halle 5.0 ein namenloser Prototyp. Doch bereits in zwei Jahren soll die Serienversion in Europa auf den Markt kommen. Auch wenn sich das Design der Studie bis zur Serienreife wohl noch ändern wird, die Eckdaten stehen bereits fest: Die Limousine soll vier Erwachsenen Platz bieten und wird mit zwei Motorvarianten angeboten – mit 313 oder 435 PS. Die Reichweite soll in beiden Fällen mehr als 650 Kilometer betragen.

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