Toyota: Bennstoffzellenauto Mirai kostet 79.000 Euro

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Toyota gibt seinem ersten Brennstoffzellenauto den Namen Mirai.

von Jürgen Rees

Das erste serienmäßige Auto mit Brennstoffzelle, das Toyota am kommenden Montag vorstellt, wird unter dem Namen Mirai auf den Markt gekommen. Die BMW-Variante wird ende 2016 folgen.

Über diesen möglichen Modellnamen hatte es schon Spekulationen gegeben. Der Name Mirai kommt aus dem Japanischen und bedeutet Zukunft.

Auch der Preis des Autos ist durchgesickert. Laut WirtschaftsWoche wird das Auto in Europa für 79.000 Euro angeboten. Zuvor gab es Spekulationen über Preise um die 69.000 US-Dollar. Die Brennstoffzelle im Mirai erzeugt den Fahrstrom für den Elektroantrieb mit Hilfe von Wasserstoff. Aus dem Auspuff entweicht nur Wasser. Die Reichweite liegt bei rund 500 Kilometern und damit deutlich über derjenigen batteriebetriebener Autos, die meist nach spätestens 200 Kilometern an die Steckdose müssen. Ein Problem des Brennstoffzellenautos sind jedoch die Tankstellen. In Deutschland gibt es derzeit nur 16 Zapfsäulen für Wasserstoff.

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Das Wichtigste über Wasserstoff und Brennstoffzelle

  • Wasserstoff und Brennstoffzelle

    Wasserstoff ist im Gegensatz zum Öl kein begrenzter Rohstoff. Es ist das am häufigsten vorkommende chemische Element. Größter Erzeuger ist die chemische Industrie, die Wasserstoff als Neben- oder Koppelprodukt herstellt. Allein damit könnten in Deutschland nach Angaben des Technologiekonzerns Linde 750.000 Fahrzeuge betrieben werden.

  • Das Prinzip

    Das Prinzip ist einfach, die technische Umsetzung aber anspruchsvoll: Bei der energieaufwendigen Elektrolyse wird Wasser mit Hilfe von Elektrizität in Wasserstoff und Sauerstoff gespalten. Wasserstoff ist ein flüchtiges und reaktionsfreudiges Gas, das nur unter hohem Druck oder extrem gekühlt gelagert werden kann.

  • Wirkungsweise

    In einer Brennstoffzelle erzeugen Wasserstoff und Sauerstoff an einer Membran in einer sogenannten kalten Verbrennung Elektrizität. Dabei entsteht auch Wärme. Das Abgas ist Wasserdampf. In einem Auto kann mit einer Brennstoffzelle ein Elektromotor angetrieben werden.

  • Umstrittene Erzeugung

    Umstritten ist aber die Erzeugung des Wasserstoffs. Bislang wird der Energieträger zu 90 Prozent aus dem fossilen Rohstoff Erdgas hergestellt. Während aus dem Auspuff eines Brennstoffzellenautos nur Wasserdampf entweicht, wird bei der Herstellung des Wasserstoffs das klimaschädliche Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) freigesetzt. Wird Wasserstoff aber mit Hilfe von Strom aus Windenergie oder Photovoltaik gewonnen, ist die Klimabilanz deutlich besser.

  • Reichweite

    Die Reichweite von Autos mit Brennstoffzelle ist deutlich größer als die der batteriegetriebenen Fahrzeuge. Ein Beispiel: Eine Mercedes-Benz B-Klasse mit Brennstoffzelle hat nach Unternehmensangaben eine Reichweite von 385 Kilometern, der Elektro-Smart mit Batterie kann bis zu 135 Kilometer zurücklegen.

Von der Toyota-Entwicklung wird auch der bayrische Kooperationspartner BMW profitieren. BMW bestätigte der WirtschaftsWoche, dass ein Brennstoffzellenauto mit der Toyota-Technik kommen wird, die an die Wünsche von BMW angepasst wurde. Vermutlich wird das BMW-Modell mehr Leistung haben als die 150-PS-Variante der Japaner. Insider rechnen mit einer Markteinführung Ende 2016, Anfang 2017.

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