Toyota entthront VW: VW, BWM und Daimler leiden unter starkem Euro

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Toyota entthront VW: VW, BWM und Daimler leiden unter starkem Euro

Die deutschen Autokonzerne sind beim Absatz auf Rekordkurs, der Umsatz entwickelt sich wegen des starken Euros jedoch rückläufig. Gewinner sind die japanischen Autohersteller.

Deutschlands Autobauer verkaufen so viele Autos wie nie zuvor – und schwächeln dennoch beim Umsatz. Im dritten Quartal 2013 kamen die drei deutschen Autokonzerne Volkswagen, BMW und Daimler weltweit auf insgesamt 3,1 Millionen verkaufte Fahrzeuge – das waren 6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz ging hingegen zurück: um 0,4 Prozent auf 95,8 Milliarden Euro.

Ganz anders die japanischen Autobauer: Sie steigerten ihren Pkw-Absatz im dritten Quartal nur um drei Prozent – der Umsatz schnellte dafür um 17 Prozent in die Höhe. Hauptgrund für die aktuelle Stärke der japanischen Autobauer und die relative Schwäche der deutschen Konzerne sind Währungsschwankungen: Der deutlich abgewertete Yen macht japanische Autos im Ausland billiger und wertet im Ausland erzielte Umsätze bei der Umrechnung in Yen auf. Der starke Euro hingegen lässt im Ausland erzielte Umsätze der europäischen Unternehmen bei der Umrechnung in die europäische Gemeinschaftswährung schrumpfen.

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Immerhin gelang den deutschen Konzernen trotz negativer Währungseffekte ein spürbares Gewinnplus von 11 Prozent. Allerdings haben auch hier die Japaner eindeutig die Nase vorn: Der operative Gewinn der japanischen Autokonzerne stieg im dritten Quartal um 51 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro – und liegt damit erstmals seit 2009 höher als der von den deutschen Autobauern erzielte Gewinn, der sich im abgelaufenen Quartal auf insgesamt 6,9 Milliarden Euro belief. Das sind Ergebnisse einer Analyse der Finanzkennzahlen der 17 größten Autokonzerne der Welt, die die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) quartalsweise erstellt.

Toyota entthront Volkswagen

Toyota verkaufte im dritten Quartal zwar weniger Fahrzeuge als im Vorjahreszeitraum (minus 1 Prozent), konnte aber dank des schwachen Yen den Umsatz um 16 Prozent auf 49,4 Milliarden Euro steigern – und verdrängt damit Volkswagen (47,0 Milliarden Euro Umsatz) im Ranking der umsatzstärksten Autokonzerne vom ersten Platz. Den dritten Rang belegt der Daimler-Konzern mit einem Umsatz von umgerechnet 30,1 Milliarden Euro. 

Auch beim Gewinn liegt der japanische Autokonzern nun unangefochten an der Spitze: Toyota schaffte einen Gewinn von umgerechnet rund 4,7 Milliarden Euro. Bei Volkswagen waren es knapp 2,8 Milliarden Euro. Daimler und BMW belegen mit 2,2 bzw. 1,9 Milliarden Euro die Plätze 3 und 4.

Dabei konnten die deutschen Konzerne den zuletzt negativen Trend bei der Gewinnentwicklung stoppen: Der Gewinn der drei deutschen Unternehmen stieg um 11 Prozent von 6,2 auf 6,9 Milliarden Euro. Die Gesamt-EBIT-Marge der deutschen Konzerne kletterte von 6,5 auf 7,2 Prozent. 

Dass den deutschen Unternehmen trotz des starken Euro und Absatzflaute auf dem Heimatmarkt ein deutliches Absatz- und Gewinnwachstum gelang, wertet Peter Fuß, Partner bei EY, als deutliches Zeichen der Stärke und Wettbewerbsfähigkeit der Konzerne: „Alle drei deutschen Autokonzerne steuern im Gesamtjahr 2013 auf neue Auslieferungsrekorde zu – sie sind international gut aufgestellt und konnten im krisengeschüttelten Europa ihren Marktanteil deutlich ausbauen.“

Weiter beobachtet Fuß: „Die Spar- und Effizienzbemühungen der Unternehmen zeigen inzwischen Wirkung. Die Marge steigt endlich wieder – trotz hoher Investitionen in moderne Antriebstechnologien und in Zukunftsthemen wie Vernetzung oder autonomes Fahren.“ Falls es, wie erhofft, in den kommenden Jahren zu einer leichten Erholung auf dem europäischen Absatzmarkt kommt, dürfte dies die Gewinnsituation der deutschen Konzerne positiv beeinflussen.

 

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