Toyota und BMW : Bosch im Kooperationskarussell

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Toyota und BMW : Bosch im Kooperationskarussell

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Es ist eine Demonstration tiefer Harmonie. Der Vize-President Takeshi Uchiyamada und Klaus Draeger Mitglied des BMW Management Boards freuen sich über die Kooperation - Bosch ärgert sich.

von Martin Seiwert und Jürgen Rees

Die Kooperation von BMW mit dem japanischen Konkurrenten Toyota ist kein gutes Signal für den Zulieferriesen Bosch. Bei der Entwicklung moderner Batterietechnik sitzt Bosch zwischen den Stühlen.

Es ist eine Demonstration tiefer Harmonie. In Tokio, kurz vor Beginn der 42. Tokyo Motor Show am vergangenen Donnerstag, lobt Takeshi Uchiyamada den deutschen Autobauer BMW. Der sei, so der Vize-Chef des japanischen Wettbewerbers Toyota, „weltweit führend bei der Entwicklung grüner Dieseltechnik“. BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Draeger lächelt und lobt zurück: „Toyota ist unbestrittener Technologieführer bei Hybridautos“, also der Kombination aus Elektro- und Verbrennungsmotor.

Wenn zwei Konkurrenten sich so in den Himmel heben, dann meist zulasten eines Dritten. Der könnte der Stuttgarter Autozulieferer Bosch sein. Der Branchenprimus ist mit BMW zurzeit genau dort verbandelt, wo die Bayern mit Toyota künftig intensiver zusammenarbeiten wollen: bei der Konzeption von Elektrobatterien.

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Deutschland in der Forschung abgeschlagen

Bosch produziert in einem Gemeinschaftsunternehmen mit dem südkoreanischen Elektronikkonzern Samsung namens SB LiMotive die Batterien für das BMW-Elektroauto i3, das ab 2013 verkauft wird. Wenden sich die Bayern dem Toyota-Konzern zu, dem führenden Hersteller von Hybridautos, stellt sich sofort die Frage nach der Bosch-Kooperation und der Stellung Deutschlands in der Batterieproduktion.

Schon jetzt kommt an asiatischem Know-how bei der Batterietechnik kein Autobauer vorbei. Während in Deutschland die Forschung an der Batterie in den vergangenen Jahrzehnten fast aufgegeben wurde, blieben asiatische Elektronikkonzerne am Ball. Ohne die Lithium-Ionen-Akkus, die sie ursprünglich für Notebooks und Handys entwickelten, wäre das Elektroauto heute undenkbar. Daimler hat deshalb eine Partnerschaft mit dem chinesischen Batteriegiganten BYD, Volkswagen sucht Hilfe bei den Elektronikkonzernen Toshiba und Sanyo. Selbst der Hybridpionier Toyota braucht Unterstützung: Er fertigt die Batterien zusammen mit dem Elektronikhersteller Panasonic.

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