Truck-Werk Sao Paolo: Daimler entlässt 1.500 Mitarbeiter in Brasilien

Truck-Werk Sao Paolo: Daimler entlässt 1.500 Mitarbeiter in Brasilien

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Daimler-Lkw-Werk Sao Bernardo do Campo.

Nicht nur der brasilianische Automarkt hat derzeit Schlagseite, auch die Lkw-Verkäufe gehen stark zurück. Daimler muss deshalb die Produktion in seinem Truck-Werk Sao Paolo drosseln – 1.500 Jobs fallen weg.

Daimler hat einen erneuten Stellenabbau in Brasilien angekündigt. "Wir müssen kurzfristig für 1.500 Mitarbeiter eine Lösung finden", sagte ein Daimler-Sprecher am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa-AFX. Ende Juni hatte der Konzern laut des Halbjahresberichts noch knapp 11.900 Mitarbeiter in Brasilien.

Der Grund für die Entlassungen sind schwache Verkäufe in einem schwachen Gesamtmarkt. Der brasilianische Lkw-Markt sei im ersten Halbjahr um 44 Prozent geschrumpft und der Daimler Lastwagen-Absatz in einer ähnlichen Größenordnung zurückgegangen, so der Sprecher. "Mit einer schnellen Erholung des Marktes ist leider nicht zu rechnen." Das Werk in Sao Bernardo do Campo war in den vergangenen Wochen wegen der Flaute bereits weitgehend außer Betrieb. Die Belegschaft des Werks ist zum Protest gegen diese Entscheidung mit der Frühschicht am Montag in einen unbefristeten Streik getreten.

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"Wir fordern die Unternehmensleitung auf, die Kündigungen umgehend zurückzunehmen und an den Verhandlungstisch zurückzukehren", sagte Gesamtbetriebsratchef Michael Brecht. "Es muss ein Kompromiss gefunden werden, der für die Belegschaft und das Unternehmen gleichermaßen tragbar ist. Unseren streikenden brasilianischen Kolleginnen und Kollegen gehört unsere uneingeschränkte Solidarität."

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Es ist nicht der erste Stellenabbau der Stuttgarter in Brasilien: Seit Anfang 2013 hat Daimler insgesamt 3.000 Stellen gestrichen. Die Wirtschaft und der Fahrzeugabsatz lahmen in Brasilien bereits seit längerem. Ein Förderprogramm, das den Kauf von Lkw subventionierte, hatte die brasilianische Regierung zuletzt gekappt – was die Verkäufe zusätzlich auf Talfahrt geschickt hatte.

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