Übernahme durch VW: 600 Millionen mehr für Porsche

Übernahme durch VW: 600 Millionen mehr für Porsche

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Die Logos von VW und Porsche. Die Übernahme wird teurer als geplant.

Quelle:dpa

Die Porsche-Übernahme wird VW mehr kosten, als ursprünglich geplant. Mit 4,5 Milliarden Euro für die zweite Hälfte des operativen Geschäfts der Porsche AG steigen die Kosten um 600 Millionen Euro.

Volkswagen setzt für den nach wie vor ausstehenden Porsche-Einbau eine deutlich höhere Kostenplanung an. Statt der ursprünglich angenommenen 3,9 Milliarden Euro soll die Übernahme der zweiten Hälfte des operativen Geschäfts der Porsche AG mit rund 4,5 Milliarden Euro zu Buche schlagen. Wie das die "Financial Times Deutschland" am Mittwoch unter Berufung auf Konzern- und Finanzkreise weiter meldete, hätten sich die Details der Umsetzung geändert.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa war schon länger mit steigenden Ausgaben für den Milliarden-Deal zu rechnen. Denn ein großer Teil der jährlich angestrebten Einsparungen in Einkauf, Entwicklung und Verwaltung von 700 Millionen Euro kann nicht in Angriff genommen werden, solange Porsche nicht vollständig unter das Volkswagen-Dach geschlüpft ist. Zudem müssen sich beide Autobauer im internen Teilehandel für bereits jetzt gemeinsam produzierte Modelle wie externe Partner behandeln.

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Auch für den auf 4,5 Milliarden Euro gestiegenen Kaufpreis hat dpa entsprechende Informationen. Der hochprofitable Sportwagenbauer Porsche ist inzwischen ganz einfach mehr wert als früher. Die zunächst vorgesehene Fusion mit der Porsche-Dachgesellschaft SE hatte Volkswagen wegen hoher Risiken durch Investorenklagen im Zusammenhang mit der Übernahmeschlacht 2008/2009 abgeblasen. Als Alternative wurde ein Kauf des hochprofitablen Sportwagengeschäfts der Porsche AG angepeilt. Weil dieser erst Mitte 2014 steuerfrei wäre, erwägt Volkswagen nun, den Deal als Umstrukturierung und nicht als steuerpflichtigen Zukauf abzuwickeln. VW-Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch bemühte sich aber, den Eindruck zu zerstreuen, der Konzern wolle den Fiskus leer ausgehen lassen: Der Staat würde indirekt auch von den absehbar höheren Gewinnen profitieren, falls Porsche schon vor 2014 steuerfrei komplett integriert werden kann.

Quelle:  dpa
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