Übernahmeschlacht: Porsche und VW vor dem Milliardenprozess

Übernahmeschlacht: Porsche und VW vor dem Milliardenprozess

Quelle:dpa

In knapp zwei Wochen kommt es zu einem ersten Showdown im Streitfall Porsche/VW. Ging es bei der Übernahmeschlacht 2008/2009 mit rechten Dingen zu?

Jetzt wird es ernst für Porsche und Volkswagen. Hinter den Kulissen feilen Rechtsexperten der Autobauer seit langem an wasserdichten Argumenten, mit denen sie die Milliardenklagen zahlreicher Investoren wegen des Nachspiels ihres Übernahmekampfs in den Jahren 2008 und 2009 abwehren können. In knapp zwei Wochen müssen vor allem die Porsche-Juristen zeigen, was sie an Überzeugungskraft aufbieten können: Vor dem Braunschweiger Landgericht starten am 27. Juni die Verhandlungen zu den ersten zwei von fünf Schadensersatzklagen wegen angeblicher Marktmanipulation.

Streitwert von mehr als vier Milliarden Euro
Die Risiken für alle Beteiligten sind enorm. Zwar kommen die beiden wirklich großen Brocken - ihr Streitwert liegt bei über 2,1 und nochmals rund 2 Milliarden Euro - am übernächsten Mittwoch noch nicht auf den Tisch. Zuerst müssen die Parteien klären, wie sich die absehbaren Prozesskosten absichern lassen - „eine vorgeschaltete Maßnahme“, wie das Landgericht am Montag erklärte. Und VW ist von den zwei Verfahren, in denen dann bereits mündlich verhandelt wird, nicht betroffen. Die erste Klage (3,1 Millionen Euro) richtet sich gegen die Porsche-Dachgesellschaft SE und eine Bank aus Frankfurt, die zweite (1,6 Millionen Euro) nur gegen die Porsche SE.

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Direkte Fusion nicht möglich
Auch Zeugen hat das Gericht vorerst nicht geladen. Dennoch könnte es bei der Debatte um die jüngere Vergangenheit zwischen Stuttgart und Wolfsburg ans Eingemachte gehen. Mehrfach hatten die Richter die
Fristen zur Erwiderung der Klagen verlängert, damit sich beide Seiten hinreichend vorbereiten und in Stellung bringen können. Eigentlich ist der Krimi um die gescheiterte Übernahme des viel größeren Konkurrenten Volkswagen durch Porsche vor vier Jahren längst Geschichte. VW drehte am Ende den Spieß um, Porsche soll vollkommen in den größten europäischen Autokonzern eingebaut werden. Wie genau
dies gelingen kann, treibt die Manager aber weiter um wie kaum eine andere offene Baustelle im VW-Konzern. Denn die direkte Fusion mit der Porsche SE scheiterte hauptsächlich an ungeklärten Rechtsfragen.

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