Umsatz bricht ein: Peugeot zieht die Daumenschrauben an

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Umsatz bricht ein: Peugeot zieht die Daumenschrauben an

Der französische Autobauer PSA Peugeot Citroen erfährt heftigen Gegenwind, der Umsatz in der Autosparte ist um zehn Prozent gesunken. Nun werden weitere Kostensenkungen angestrebt.

Der angeschlagene französische Autobauer PSA Peugeot Citroen erwägt nach erneuten Umsatzeinbrüchen nun doch weitere Einsparungen. Um trotz düsterer Aussichten aus den roten Zahlen zu kommen, müsse mit den Gewerkschaften über zusätzliche Zugeständnisse gesprochen werden, erklärte PSA am Mittwoch. Neue Stellenstreichungen seien aber nicht geplant. Im Auftaktquartal brach der Umsatz in der Autosparte um 10,3 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro ein, im Gesamtkonzern sank er um 6,5 Prozent auf gut 13 Milliarden Euro. Auch im zweiten Quartal befürchtet PSA Gegenwind. Vor allem der Absatzeinbruch in Südeuropa macht Peugeot zu schaffen. Die Anleger honorierten den Sparkurs offenbar: Die Aktie stieg am Vormittag um zehn Prozent an.

Im Februar hatte das Management noch erklärt, mit den bisherigen Plänen zum Abbau von 8200 Stellen und der Schließung eines großen Werks bei Paris sei das Ende der Fahnenstange bei den Einsparungen erreicht und die Grundlagen für eine Erholung gelegt. Nun hieß es, sollte die erhoffte Erholung auf dem europäischen Markt 2014 ausbleiben, könnten zusätzliche Maßnahmen erforderlich werden. Dabei orientiere sich PSA an den Schritten des heimischen Rivalen Renault, sagte Finanzchef Jean-Baptiste de Chatillon. Renault setzt auf kürzere Arbeitszeiten und will die Löhne einfrieren.

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Welchem Automobilkonzern wird es wohl trotz der Absatzschwäche in Europa gelingen eine zweistellige operative Rendite zu erzielen? Ergebnisse einer Studie des Car Center of Automotive Management.

BMWVon ihrer Kernmarke setzten die Bayern im vergangenen Jahr 1,54 Millionen Fahrzeuge ab. Das entspricht einem Plus von 12 Prozent gegenüber 2011. Quelle: dpa

China top, Europa flop

Für den kriselnden Markt in Europa sagte Peugeot im laufenden Jahr einen branchenweiten Absatzrückgang von fünf Prozent voraus. In China sei indes ein Zuwachs von acht Prozent zu erwarten und in Lateinamerika von zwei Prozent. In Russland rechnet der Konzern mit einer Stagnation. Peugeot steht im Mittelpunkt der Krise der französischen Autoindustrie und hat 2012 nach hohen Abschreibungen einen Rekordverlust von fünf Milliarden Euro eingefahren. Der Staat hat dem Autobauer 2012 eine Kreditgarantie von sieben Milliarden Euro gegeben.

Die Regierung hatte im März erklärt, PSA gehöre neben der deutschen General-Motors-Tochter Opel und dem italienischen Fiat-Konzern zu den drei europäischen Herstellern mit großen Problemen und brauche zum Überleben einen dauerhaften Partner. Im Januar hatten PSA und GM eine Kooperation bei der Fahrzeugentwicklung bekanntgegeben, die 600 Millionen Euro Kosten im laufenden Jahr einsparen soll. Ende 2014 will PSA nach früheren Angaben seine Verluste gestoppt haben und 2015 wieder schwarze Zahlen schreiben. Über die Wettbewerbsfähigkeit von PSA werde nun erneut mit den Gewerkschaften gesprochen werden müssen, sagte Finanzchef Chatillon.

Die Pkw-Nachfrage in Europa befindet sich seit längerem im freien Fall. 2012 war mit zwölf Millionen verkauften Fahrzeugen das schlechteste Autojahr seit 1995. Vor allem in Südeuropa mit den von der Schuldenkrise gebeutelten Ländern wie Spanien, Italien, Griechenland und Portugal kaufen viele Menschen wegen hoher Arbeitslosigkeit und düsterer Perspektiven kein neues Auto. Auf diese Region hatte PSA aber jahrzehntelang gesetzt. Auf dem Wachstumsmarkt China verkauft der Konzern indes eher wenig Fahrzeuge.

Neben der Auto-Sparte gehören zu PSA der Auto-Zulieferer Faurecia und die Bank PSA Finance. Faurecia steigerte seinen Umsatz im ersten Quartal um knapp zwei Prozent auf rund 4,4 Milliarden Euro. Bei PSA Finance gingen die Einnahmen um neun Prozent auf 451 Millionen Euro zurück.

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