VDA-Präsident: Wissmann fordert 50 Prozent Abschreibung für E-Autos im ersten Jahr

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exklusivVDA-Präsident: Wissmann fordert 50 Prozent Abschreibung für E-Autos im ersten Jahr

von Franz W. Rother und Jürgen Rees

Die deutsche Autoindustrie fordert von der Bundesregierung bessere Abschreibungsmöglichkeiten für Elektroautos, um den Kauf durch Unternehmen anzukurbeln.

Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), sagte der WirtschaftsWoche, dass "Sonderabschreibungen für Unternehmen, die Autos mit alternativen Antrieben anschaffen", unbedingt notwendig seien. Deutschland müsse "noch mächtig Gas geben", um Leitmarkt für Elektromobilität zu werden. "Die Möglichkeit, 50 Prozent der Fahrzeugkosten bereits im ersten Jahr abschreiben zu können, ist schon ein Wort für Betreiber von Firmenflotten", sagte Wissmann.

Zugleich warnte er die Politiker davor, die CO2-Grenzwerte über das 95-Gramm-Ziel hinaus zu verschärfen. Schon das Einhalten des aktuellen Grenzwertes vom Jahr 2020 an sei "eine wahnsinnig große Kraftanstrengung, die vor allem von manchen EU-Politikern immer noch massiv unterschätzt wird", so Wissmann. "Einigen Regulierern scheinen die physikalischen Gesetzmäßigkeiten völlig unklar zu sein: Die Grenzwerte noch drastisch weiter herunterzuschrauben, würde den Verbrennungsmotor als Antriebsquelle unmöglich machen."

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Die größten Hersteller von Elektroautos in Deutschland

  • Platz 10

    Ford: 59 zugelassene Elektroautos

    Seit 2013 hat Ford den Focus Electric im Angebot. Doch der große Erfolg blieb dem E-Focus bislang verwehrt: In Deutschland wurden bis zum ersten Halbjahr 2014 gerade einmal 59 Fahrzeuge zugelassen.

  • Platz 9

    Tesla: 638 zugelassene Elektroautos

    Mit dem Roadster wurde Tesla einst als Elektropionier gefeiert, auch das aktuelle Model S sorgt für Furore. Doch der Aufschwung scheint gerade erst zu kommen: Bereits im ersten Halbjahr 2014 wurden mehr als doppelt so viele Elektroautos von Tesla verkauft als im ganzen Jahr 2013.

  • Platz 8

    Mitsubishi: 926 zugelassene Elektroautos

    Mitsubishi zehrt bei den Elektroautos noch von den Erfolgen des iMiev aus dem Jahr 2011. Damals konnten die Japaner mangels Konkurrenz fast 700 Elektroautos verkaufen. Doch seitdem hat das Interesse am iMiev in Deutschland stark abgenommen, weshalb bis heute nur noch knapp 200 weitere Fahrzeuge dazugekommen sind.

  • Platz 7

    Citroën: 948 zugelassene Elektroautos

    Wie bei Mitsubishi ist die erste Welle des Elektro-Erfolgs bei Citroën wieder abgeklungen. Kein Wunder, schließlich ist der C-Zero der Franzosen mit dem Mitsubishi iMiev baugleich. Er hatte 2012 sein bestes Jahr, danach retteten noch einige Zulassungen für das Citroën-eigene Carsharing die Statistik.

  • Platz 6

    Opel: 1450 zugelassene Elektroautos

    Kein Elektroauto verkaufte sich so gut wie der Opel Ampera. Leider gilt das nur für das Jahr 2012. Seitdem ging es mit den Ampera-Zulassungen bergab, von 828 im Jahr 2012 auf 335 im Jahr 2013. Seit Jahresbeginn 2014 fanden nur noch 46 Amperas einen Käufer.

  • Platz 5

    Nissan: 1712 zugelassene Elektroautos

    Bei Nissan sind die Zulassungszahlen für den Leaf konstanter. Nach dem Anlauf-Jahr 2012 fanden im vergangenen Jahr 855 Leafs einen Abnehmer. Im ersten Halbjahr 2014 waren es wieder knapp 400, womit das Gesamtjahr auf dem Vorjahresniveau liegen könnte.

  • Platz 4

    Renault: 1801 zugelassene Elektroautos

    Mit ihrer Submarke Renault Z.E. gelten die Franzosen als Vorreiter im Elektromarkt. Neben den 1532 Zoe haben seit der Erfassung 2011 auch 269 Fluence Z.E. einen Käufer gefunden. Doch der Erfolg könnte noch größer sein: Der ausgefallene Twizy taucht in der Statistik nicht auf – er zählt offiziell als Quad.

  • Platz 3

    BMW: 1935 zugelassene Elektroautos

    Quasi aus dem Stand schafft es BMW auf das Treppchen. Obwohl der i3 erst im November 2013 auf den Markt gekommen ist, brachte er es bis Jahrsende auf 559 Zulassungen. Bis Ende Juni 2014 kamen 1376 weitere dazu.

  • Platz 2

    Volkswagen: 2050 zugelassene Elektroautos

    Beim größten deutschen Autohersteller wurde die Elektromobilität lange stiefmütterlich behandelt. Doch mit dem Start des E-Up und des E-Golfs stiegen die Zulassungen rapide an. Im ersten Halbjahr 2014 lagen beide Modelle mit knapp über 500 Zulassungen fast gleichauf. Der E-Up konnte aber 2013 schon 785 Zulassungen absahnen, als der Elektro-Golf noch gar nicht auf dem Markt war.

  • Platz 1

    Daimler: 3612 zugelassene Elektroautos

    Die Kleinwagenmarke Smart führt Daimler an die Spitze. Die drei Zulassungen des sündhaft teuren Elektro-SLS sind vernachlässigbar, ebenso die Elektro-B-Klasse. Den Großteil holt Daimler mit dem Smart electric drive, von dem alleine 2013 fast 1900 Exemplare zugelassen wurden. Daran ist das hauseigene Carsharing Car2go nicht unschuldig.

    Quelle: Statista.de, Stand 1. Halbjahr 2014

Auch bei der Umstellung der Berechnungsgrundlage für den CO2-Ausstoß vom Normzyklus NEFZ auf die Norm WLTP dürfe es keine Verschärfung durch die Hintertür geben. "Es kommt ja auch niemand auf die Idee, die Spielregeln während eine Champions-League-Endspiels plötzlich zu ändern. Wenn das Messverfahren geändert wird – und wir unterstützen die kommende Norm WLTP –, müssen auch die CO2-Grenzwerte entsprechend sauber umgerechnet werden."

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