Verschlechterte Marktsituation: Opel verhandelt über Kurzarbeit

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Verschlechterte Marktsituation: Opel verhandelt über Kurzarbeit

Der Autohersteller Opel plant angesichts der Flaute auf dem europäischen Pkw-Markt Kurzarbeit in einigen Werken. Rüsselsheim und Kaiserslautern sind in Verhandlungen. Weitere Werke könnten folgen.

Beschäftigte des Autoherstellers Opel müssen sich auf Kurzarbeit einstellen. Das Unternehmen nahm nach eigenen Angaben Verhandlungen mit dem Betriebsrat und der IG Metall über Kurzarbeit und Arbeitsverkürzung in den Werken Rüsselsheim und Kaiserslautern auf. Grund sei die sich verschlechternde Marktsituation in Europa, sagte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag in Rüsselsheim und bestätigte einen Bericht der „Mainzer Allgemeinen Zeitung“.

Für das in Rüsselsheim produzierte Mittelklassemodell Insignia seien die südeuropäischen Märkte besonders wichtig, sagte der Sprecher. Da in der Region keine schnelle Besserung in Sicht sei, müsse über Alternativen wie Kurzarbeit nachgedacht werden. Zudem verhandele das Management über Kurzarbeit im Motoren- und Getriebewerk in Kaiserslautern. Zur Situation in den anderen deutschen Werken Bochum und Eisenach äußerte er sich nicht. Nach Informationen aus Gewerkschaftskreisen könnte aber auch im Thüringer Werk trotz des Produktionsanlaufs des neuen Modells Adam neuerliche Kurzarbeit anstehen.

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Opel-Chef Thomas Sedran Quelle: dpa

In den Verhandlungen über Kurzarbeit in den Opel-Werken Rüsselsheim und Kaiserslautern gibt es noch keine Entscheidung. Sie werde aber zeitnah erfolgen, sagte ein Opel-Sprecher am Donnerstag. In Rüsselsheim werden derzeit von rund 3300 Produktionsmitarbeitern die Modelle Insignia und Astra gefertigt, wobei insbesondere das Kompaktmodell Astra sehr auf Kunden in Südeuropa zugeschnitten ist. Das Komponentenwerk in Kaiserslautern mit 2500 Beschäftigten hängt recht unmittelbar an der Auslastung von Rüsselsheim.

Eine Umstellung auf Kurzarbeit könnte zum nächsten Monatswechsel wahrscheinlich werden. Es wird dem Sprecher zufolge auch überlegt, wie die Arbeitszeit der knapp 10.000 weiteren Beschäftigten in Rüsselsheim verkürzt werden kann. Mit den strategischen Verhandlungen über die Zukunft des Herstellers hätten die kurzfristigen Maßnahmen nichts zu tun. Man gehe nicht leichtfertig mit dem Instrument der Kurzarbeit um, sondern habe andere Modelle wie zum Beispiel den Arbeitszeitkorridor genutzt, sagte der Unternehmenssprecher. Im vergangenen Jahr waren in Rüsselsheim noch Sonderschichten gefahren worden.

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Opel und die Schwestermarke Vauxhall schrieben zuletzt tiefrote Zahlen. Der Mutterkonzern General Motors musste für sie im ersten Halbjahr einen Verlust 620 Millionen Dollar (502 Millionen Euro) verbuchen. Dem Bericht der „Mainzer Allgemeinen Zeitung“ zufolge stehen auch im Ford-Werk in Köln einige Tage Kurzarbeit an. Auch Fiat habe in Turin bereits auf diese Maßnahme zurückgegriffen, hieß es.

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