Volkswagen: China beschert VW kräftigen Quartalsgewinn

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Volkswagen: China beschert VW kräftigen Quartalsgewinn

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Volkswagen steigert seinen Betriebsgewinn kräftig - Dank des Geschäfts in China

Europas größter Autobauer Volkswagen hat ein starkes Sommerquartal hingelegt. Zur Begründung verwies Volkswagen auf das hohe Tempo der Geschäfte in China. Ungebrochen ist dagegen die Renditeschwäche der Pkw-Kernmarke.

Volkswagen hat den Betriebsgewinn dank Rekordverkäufen von Audi und Porsche überraschend stark gesteigert. Das operative Ergebnis sei im Zeitraum Juli bis September um 16 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro geklettert, teilte Europas größter Autobauer am Donnerstag mit. Analysten hatten lediglich mit 2,9 Milliarden gerechnet.

An der Börse kamen die Zahlen gut an. Die im Dax notierte Vorzugsaktie legte in einem freundlichen Umfeld um vier Prozent zu.

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Wie die VW-Sparten 2013 abgeschnitten haben

  • Volkswagen Pkw

    Die Kernmarke des Volkswagen-Konzerns litt im Jahr 2013 unter der Absatzschwäche. Mit 4,7 Millionen verkauften Fahrzeugen schrumpfte der Absatz um 2,2 Prozent. Der Umsatz ging sogar um 4,4 Prozent zurück. Immerhin erwirtschaftet die Kernmarke noch ein operatives Ergebnis von 2,9 Milliarden Euro.

  • Audi

    Die Premiumtochter aus Ingolstadt konnte die Verkäufe steigern. Mit 1,35 Millionen verkauften Fahrzeugen steht unterm Strich ein Plus von 3,85 Prozent. Auch der Umsatz legte leicht auf 49,88 Milliarden Euro zu. Unterm Strich steht trotzdem ein deutlicher Rückgang beim Profit um rund 6,3 Prozent auf 5,03 Milliarden Euro.

  • Seat

    Das spanische Sorgenkind kommt bei den Verkaufszahlen wieder auf die Beine. 459.000 Fahrzeuge verkauften die Spanier im Jahr 2013 - ein Plus von rund sieben Prozent. Auch der Umsatz legt um rund sechs Prozent auf 6,87 Milliarden Euro zu. Unterm Strich steht aber immer noch ein Verlust von 152 Millionen Euro, der immerhin um vier Millionen Euro reduziert wurde.

  • Skoda

    Mit günstiger VW-Technik konnte die tschechische Tochter in den vergangenen Jahren die Kunden locken. Im Jahr 2013 lief es schlechter. Mit 719.000 verkauften Fahrzeugen ging der Absatz um 1,2 Prozent zurück. Der Umsatz fiel ebenfalls leicht schlechter aus und beträgt nun 10,32 Milliarden Euro. Beim operativen Ergebnis hat das deutliche Spuren hinterlassen. Der Gewinn beträgt 522 Millionen Euro und damit satte 26,7 Prozent weniger.

  • Porsche

    Die Profitmaschine aus Zuffenhausen treibt erstmals das operative Ergebnis des VW-Konzerns an. Seit der Integration im August 2012 hat der Sportwagenbauer einen Profit von 1,46 Milliarden Euro erwirtschaftet. Der Umsatz beträgt nun 7,03 Milliarden Euro. Der Absatz von Porsche wurde auf 78.000 Fahrzeuge taxiert.

  • Bentley

    Bald soll die Luxus-Autoschmiede einen Nobel-SUV an den Start bringen. 2013 legt der Absatz um 21 Prozent auf 11.000 verkaufte Fahrzeuge zu. Auch beim Umsatz steht bei 1,68 Milliarden Euro ein Plus von 15,5 Prozent. Der Gewinn der britischen Nobeltochter legt um satte 68 Prozent auf 168 Millionen Euro zu.

  • Lamborghini und Bugatti

    Die Ergebnisse der beiden Ultraluxus-Sparten werden im Volkswagen-Halbjahresbericht nicht gesondert ausgewiesen. Der Absatz kann bei Lamborghini um 5,1 Prozent auf 1166 verkaufte Fahrzeuge zulegen. Die französischen Ultrasportwagen von Bugatti wurden im ersten Halbjahr ganze 16 Mal verkauft.

  • VW Nutzfahrzeuge

    Die Nutzfahrzeugsparte des Konzerns schwächelt weiter. Der Absatz stagniert bei 436.000 verkauften Fahrzeugen. Der Umsatz schrumpft ebenfalls leicht auf 9,37 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis legt dagegen um 6,4 Prozent zu auf 448 Millionen Euro.

  • MAN

    Mit einem Beherrschungsvertrag sitzt VW längst auch bei den Münchnern am Steuer. Der Absatz des Lkw-Bauers legt im Gesamtjahr 2013 leicht auf 140.000 verkaufte Fahrzeuge zu. Der Umsatz sinkt dagegen leicht auf 15,86 Milliarden Euro. Beim operativen Ergebnis steht unterm Strich ein Gewinn von 319 Millionen Euro - ein Rückgang um satte 61 Prozent.

  • Scania

    Die schweren Schweden verkaufen wieder mehr. Mit 80.000 verkauften Lkw steigt der Absatz um 19,4 Prozent, auch der Umsatz legt um 11,2 Prozent auf 10,36 Milliarden Euro zu. Mit 974 Millionen Euro ist das operative Ergebnis rund 4,7 Prozent besser als im Vorjahr.

  • VW Finanzdienstleistungen

    Mit einem Umsatzplus von 10,8 Prozent leistet die Finanztochter des VW-Konzerns mittlerweile einen ordentlichen Beitrag zum Konzernergebnis. Das operative Ergebnis legt im Jahr 2013 um 17,5 Prozent auf 1,86 Milliarden Euro zu.

Schwach schnitt erneut die Marke VW ab. Während Audi und Porsche zulegten, sackte der Betriebsgewinn der Hauptmarke in den ersten neun Monaten um ein Fünftel auf 1,7 Milliarden Euro ab. Konzernchef Martin Winterkorn hat ein Sparprogramm angekündigt, um die Kosten von VW um fünf Milliarden Euro im Jahr zu senken. Dadurch soll die operative Rendite der Marke VW bis 2018 auf mindestens sechs Prozent gehievt werden. Nach drei Quartalen lag diese bei 2,3 Prozent.

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Den Ausblick bekräftige das Management - auch weil die Gewinne aus China weiter sprudeln. Danach peilt der Konzern mit seinen zwölf Marken eine operative Rendite in einer Spanne zwischen 5,5 und 6,5 Prozent an.

Nach neun Monaten lag die Marge bei 6,4 Prozent. Beim Konzernumsatz hält Volkswagen im laufenden Jahr weiterhin sowohl einen Rückgang als auch einen Zuwachs für möglich - er soll sich in einer Bandbreite von drei Prozent um den Vorjahreswert bewegen. Im dritten Quartal kletterten die Erlöse um vier Prozent auf 48,9 Milliarden Euro.

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