Bild: dpaPorsche und VW haben eine lange gemeinsame Geschichte: Der erste Volkswagen, der Käfer, stammte von Ferdinand Porsche, der den Wagen in Stuttgart konstruierte. Damit war der Grundstein der Zusammenarbeit gelegt. Im Verbund mit VW hat Porsche mehr als ein Mal ein neues Auto auf die Spur gesetzt.
Quelle: Handelsblatt.com
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Bild: APPorsche, das war zu Beginn vor allem ein Mann und ein Modell: nämlich Ferdinand Porsche (links) und der Porsche 356. Schon 1958 war klar, dass Porsche nicht mit einem einzigen Modell alleine würde überleben können, und dass sich Kosten für einen Autohersteller wie Porsche mit nur geringen Stückzahlen am besten über Kooperationen in den Griff bekommen lassen würden. Ein Thema, dass auch heute wieder bestimmend für die Zukunft der Automobilindustrie ist. Experten wie Ralf Kalmbach von der Beratungsgesellschaft Roland Berger sehen eine Welle von Kooperationen auf die Branche zukommen.
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Bild: dapdPorsche hat dies früh kommen sehen - und verfügte von Anfang an mit Volkswagen über den passenden Partner. Kein Wunder: Ferdinand Porsche war ja auch der Erfinder des VW-Käfers. Volkswagen lieferte für den Porsche 356 viele Serienteile wie etwa Getriebe, Bremsen oder Kurbellenkerachse.
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Bild: APSo gesehen ist es wenig verwunderlich, dass Porsche für ein neues Einstiegsmodell Mitte der 60er-Jahre gerne wieder auf VW zurückgriff. Volkswagen suchte seinerseits nach einem sportlichen Auto - die Grundlage für ein gemeinsames Auto war da. Dem "VW-Porsche" stand nichts mehr im Weg. Der Porsche 914 wurde von 1969 bis 1976 produziert.
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Obwohl der "VoPo" alles andere als ein Erfolg war, setzte Porsche 1967 beim Porsche 924, der als neues Einstiegsmodell fungieren sollte, wieder auf VW. Und noch lange vor dem Geländewagen Audi Q7, der sich die Plattform mit dem Porsche Cayenne teilt, sollte beim 924 die VW-Tochter Audi ins Spiel kommen. Der 924 verwendete nicht nur eine ganze Reihe von Bauteilen aus dem VW-Konzernregal, auch der eingebaute Motor fand sich fast baugleich im Audi 100.

Der Porsche 924 war für Porsche eine Mahnung, denn mit dem Audi/VW-Motor unter der Haube war er für viele Porsche-Fans von Anfang an kein echter Porsche mehr. Mit dem Nachfolgemodell 944 sollte sich dies 1981 ändern. Der Porsche 944 fuhr wieder mit einem Motor "designed and made" in Zuffenhausen, basierte aber dennoch weiterhin auf dem 924. Der "Makel" des VoPo-Nachfolgers blieb also erhalten.

Der letzte Porsche für lange Zeit , der noch mit VW-DNA die Bänder in Zuffenhausen verlassen sollte, war der Porsche 968. Wie seine Vorgänger wurde er mit preisgünstigen Vierzylinder-Motoren angeboten - was als Aggregat eines Sportwagens für viele Porsche-Fans nicht akzeptabel war. Ende vom Lied: Die Verkaufszahlen blieben hinter den Erwartungen zurück. Das Auto wurde nur von 1991 bis 1995 hergestellt.
Bild: dpaLange sah es so aus, als ob mit dem Ende der Baureihe 924/944 das Kapitel VW-Porsche-Kooperation geschlossen wäre. Aber dem war bekanntlich nicht so. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking unternahm einen neuen Anlauf, der im Endeffekt auf das gleiche Konzept hinauslief wie das für die "VoPo"-Baureihe 924/944. Der Geländewagen Porsche Cayenne teilt sich mit dem VW Touareg und dem Audi Q7 ein und dieselbe Bodengruppe. Mehr noch: Im ganzen Wagen finden sich Komponenten aus dem VW-Regal. Damit nicht genug. Teilweise wird der Cayenne auch noch im slowakischen Werk für den VW-Touareg produziert. Geschadet hat es dem Cayenne nicht, die Verkaufszahlen sind hoch. Die Zeiten haben sich offenbar gewandelt. Foto: dpa
Bild: dpaVor allem Porsche-Enkel Ferdinand Piech war als VW-Chef ein großer Befürworter der Plattform-Idee und setzte diese konsequent im ganzen Konzern durch. Den Geländewagen Touareg entwickelte Porsche gemeinsam mit VW, und sparte damit Kosten ein. Gleiches gilt für die Produktion. Foto: dpa
Bild: rtrDie vierte Baureihe kommt nun mit dem viertürigen Porsche Panamera. Auch dieser neue Porsche trägt VW-Gene in sich. So wird etwa die Rohkarosse im VW-Werk Hannover produziert. Foto: rtr
Porsche und VW haben eine lange gemeinsame Geschichte: Der erste Volkswagen, der Käfer, stammte von Ferdinand Porsche, der den Wagen in Stuttgart konstruierte. Damit war der Grundstein der Zusammenarbeit gelegt. Im Verbund mit VW hat Porsche mehr als ein Mal ein neues Auto auf die Spur gesetzt.
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Es war am Abend des 9. Januar 2012, als Martin Winterkorn auf einer Feier am Rande der Automesse im amerikanischen Detroit den Satz fallen ließ. Die Verschmelzung von Volkswagen und Porsche, sagte der VW-Chef, sei wegen rechtlicher Scharmützel „nicht mehr möglich“.
Seit 2009 hatten die Vorstände und Großaktionäre der beiden Autobauer um den historischen Zusammenschluss gerungen und ihn bis ins Detail ausgearbeitet. Seit Monaten spielen die beiden Unternehmen die milliardenschweren Schadensersatzklagen von Investoren gegen Porsche und Volkswagen herunter. Und dann erklärt Winterkorn die geplante Fusion des Stuttgarter Sportwagenherstellers mit dem Wolfsburger Autokonzern einfach so nebenbei für gescheitert – wegen eben dieser Schadensersatzklagen.
Ausgerechnet in einer der größten Erfolgsphasen drohen die beiden Unternehmen von ihrer Vergangenheit eingeholt zu werden. Viele erhoffte Einsparungen durch einen Zusammenschluss werden nun lange auf sich warten lassen. Weil Porsche in der Übernahmeschlacht um VW 2008 womöglich Aktionäre durch falsche oder unterlassene Informationen manipuliert habe, fordern inzwischen an die 100 Banken, Fonds und Versicherungen aus aller Welt mehrere Milliarden Euro Schadensersatz von den Stuttgartern.
Ein Teil der Klagen richtet sich gegen VW
Allein in zwei Klagen vor den Landgerichten Braunschweig und Stuttgart werden mehr als vier Milliarden Euro geltend gemacht. Ein Teil der Klagen richtet sich auch gegen VW, weil der Konzern, so sagen die Kläger, eine Mitverantwortung an den angeblichen Manipulationen treffe. Porsche und VW bestreiten die Vorwürfe.
Dass die Fusion der Volkswagen AG mit der Porsche-Dachgesellschaft Porsche Automobil Holding SE gefährdet ist, zeichnete sich im Herbst ab, als die WirtschaftsWoche in Ausgabe 37/2011 über die erste in Deutschland anhängige Klage berichtete. Danach gaben die Unternehmen bekannt, dass der Zusammenschluss nicht mehr wie angestrebt 2011 stattfinden könnte. VW erschien das Risiko zu groß, die Porsche-Holding zu übernehmen und später womöglich für Schäden in Milliardenhöhe geradestehen zu müssen.
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