Volkswagen-Vorstand: Hohmann-Dennhardt verlässt VW

Volkswagen-Vorstand: Hohmann-Dennhardt verlässt VW

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Christine Hohmann-Dennhardt verlässt offenbar nach nur einem Jahr VW.

Erst vor einem Jahr war Christine Hohmann-Dennhardt zu Volkswagen gewechselt. Jetzt verlässt die frühere Verfassungsrichterin den Vorstand der Wolfsburger wieder.

Christine Hohmann-Dennhardt verlässt den Vorstand der Volkswagen AG. Wie das Unternehmen inzwischen bestätigte, wird die frühere Verfassungsrichterin Volkswagen „aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über Verantwortlichkeiten und die künftigen operativen Arbeitsstrukturen in ihrem Ressort“ verlassen. Zuerst hatte das „Handelsblatt“ über den Weggang Hohmann-Dennhardts berichtet.

Hohmann-Dennhardt hatte erst zum 1. Januar 2016 das im Konzern neu geschaffene Ressort „Integrität und Recht“ übernommen. Zuvor hatte Hohmann-Dennhardt demselben Ressort bei Daimler vorgestanden. Die Stuttgarter hatten die Compliance-Abteilung 2011 nach mehreren Skandalen eingerichtet und mit der ehemaligen Verfassungsrichterin besetzt. Dort hatte sich Hohmann-Dennhardt den Ruf als Aufräumerin erarbeitet, nachdem sie schnell und effektiv ein umfassendes Compliance-System etabliert hatte. Ihre Nachfolgerin bei Volkswagen wird Hiltrud Werner.

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Ähnliches sollte sie bei Volkswagen erreichen. Nur einen Monat nach dem Bekanntwerden der Dieselkrise und des jahrelangen Abgas-Betrugs verkündete Volkswagen den Wechsel Hohmann-Dennhardts. Die Erwartung der Konzernführung konnte die 66-Jährige laut den zitierten Kreisen jedoch nicht erfüllen. Die Gespräche mit den US-Behörden führten größtenteils der mit der Klärung der konzernintern „Dieselthematik“ genannten Affäre beauftragte Einkaufsvorstand Garcia Sanz und der Leiter der VW-Rechtsabteilung Manfred Döss.

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Döss wurde ebenfalls im Januar 2016 zum Leiter des Rechtswesens befördert. Eigentlich sollten die beiden Top-Juristen gemeinsam bei Volkswagen aufräumen. Doch es soll bereits früh zu Reibereien gekommen sein. Döss spielt auch bei der Porsche SE, in der die Familien Porsche und Piëch ihre Anteile gebündelt haben, eine wichtige Rolle.

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