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KommentarVolkswagen: Winterkorns realer Verdienst

von Martin Seiwert

VW-Vorstand Martin Winterkorn erhielt 2011 ein Jahresgehalt, das viele Dax-Vorstände und Banker arm aussehen lässt. Er betont, es handle sich um "reale" Gewinne.

Platz 15 - Georg Pachta-Reyhofen (MAN)

Der Vorstandsvorsitzende des Lastwagenbauers MAN verdiente im vergangenen Jahr 2,626 Millionen Euro. Das waren rund 26 Prozent weniger als 2010. Die Lösung des Dauerstreits um den Essener Industriedienstleister Ferrostaal verhagelte MAN die Bilanz. Der Konzern verdiente angesichts der Kosten für den Deal deutlich weniger Geld als 2010. Am Ende blieb der VW-Tochter unter dem Strich ein Gewinn von 247 Millionen Euro.

Bild: dpa

"Herr Winterkorn", stichelte eine Journalistin auf der Bilanzpressekonferenz von Volkswagen, "sind Vorstände wie Sie die neuen Banker?" Der Geschäftsbericht für 2011, den VW gestern der Öffentlichkeit präsentierte, überraschte mit einer Zahl, über die in Zukunft wohl noch oft gesprochen wird – und die Winterkorn den Vergleich mit der wenig populären Berufsgruppe einbrachte: 17,4 Millionen Euro Jahresgehalt.

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So viel wie kein anderer

Das Salär des 64-jährigen VW-Bosses erinnert in der Tat an Vergütungen bei Deutsche Bank & Co. Doch so viel wie Winterkorn verdient kein Dax-Vorstand - auch kein Banker. Die Höhe seines Rekordgehaltes kommentierte Winterkorn nicht. Auch ging er nicht auf die heimtückische Frage ein, was er mit dem vielen Geld denn so vor habe.

Martin Blessing -Commerzbank

Ein Mann, ein Mikrofon und viele markige Sprüche. „Mit meinen Commerzbank-Aktien habe ich mehr verloren als ich in vier Jahren netto verdient habe“, sagte er beispielsweise auf der Bilanz-PK am 23. Februar 2012. Bei der selben Veranstaltung äußerte er sich folgendermaßen: „Der Schuldenschnitt für Griechenland ist so freiwillig wie das Geständnis bei der spanischen Inquisition.“

Bild: dpa

Aber den Banker-Vergleich, den wollte er nicht unkommentiert lassen. "Ich möchte dem Berufsstand der Banker ja nicht zu nahe treten", erklärte Winterkorn süffisant. "Ich möchte aber darauf hinweisen, dass es sich im Falle von VW um reale Gewinne handelt". Betonung auf real.

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