Volvo Nutzfahrzeuge: Trotz mehr Bestellungen weniger in der Kasse

Volvo Nutzfahrzeuge: Trotz mehr Bestellungen weniger in der Kasse

Der Lkw-Hersteller Volvo hat im Schlussquartal 2014 überraschend wenig verdient. Das Ergebnis lag damit deutlich unter den Analystenerwartungen.

Hoffnungsschimmer beim angeschlagenen schwedischen Nutzfahrzeugbauer Volvo: Nach zuletzt schwachem Geschäft in Europa zogen die Bestellungen im letzten Jahresviertel 2014 wieder deutlich an. Wie der Konzern am Donnerstag in Göteborg mitteilte, stieg die Zahl der bestellten Lastwagen dank des Schlussspurts am Jahresende um drei Prozent auf knapp 220.000 Stück.

Die Marktanteile der fünf größten Lkw-Marken

  • Nordamerika (USA, Kanada, Mexiko)

    Daimler-Freightliner: 29 Prozent

    Navistar International: 16 Prozent

    Ford: 15 Prozent

    Paccar Kenworth: 11 Prozent

    Paccar Peterbilt: 8 Prozent

    Sonstige: 21 Prozent

    Werte gerundet und inklusive erwarteter Marktanteile für 2014

    Quelle: IHS Automotive

  • Südamerika

    Volkswagen: 20 Prozent

    Mercedes-Benz: 20 Prozent

    Volvo: 12 Prozent

    Ford: 12 Prozent

    VW-Scania: 10 Prozent

    Sonstige: 26 Prozent

    Werte gerundet und inklusive erwarteter Marktanteile für 2014

    Quelle: IHS Automotive

  • Westeuropa

    Mercedes-Benz: 23 Prozent

    VW MAN: 17 Prozent

    Paccar DAF: 15 Prozent

    Volvo: 11 Prozent

    Iveco: 11 Prozent

    Sonstige: 23 Prozent

    Werte gerundet und inklusive erwarteter Marktanteile für 2014

    Quelle: IHS Automotive

  • Osteuropa mit Russland

    Mercedes-Benz: 15 Prozent

    Kamaz: 15 Prozent

    VW MAN: 9 Prozent

    Volvo: 9 Prozent

    VW-Scania: 8 Prozent

    Sonstige: 44 Prozent

    Werte gerundet und inklusive erwarteter Marktanteile für 2014

    Quelle: IHS Automotive

  • Asien und Pazifik

    Dongfeng: 16 Prozent

    FAW Jiefang: 11 Prozent

    CNHTC: 10 Prozent

    Foton-Daimler: 9 Prozent

    Tata: 8 Prozent

    Sonstige: 46 Prozent

    Werte gerundet und inklusive erwarteter Marktanteile für 2014

    Quelle: IHS Automotive

Der größte Schub kam dabei aus Nordamerika, wo es wegen der Erholung der Wirtschaft eine stark anziehende Nachfrage gab. Dort waren vor allem Fahrzeuge der Marke Mack gefragt. Probleme hat Volvo dagegen weiter in Asien und Südamerika. Der verschärfte Sparkurs führte 2014 zu hohen Einmalkosten, die auf den Gewinn drückten. Der Überschuss fiel deshalb um 41 Prozent auf 2,1 Milliarden schwedische Kronen (223 Mio Euro). Die Dividende soll trotzdem bei unveränderten drei Kronen je Aktie bleiben. Der Umsatz stieg um knapp vier Prozent auf 283 Milliarden Kronen.

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Unter anderem weil Volvo-Chef Olof Persson die Profitabilität steigern will, hatte der Konzern im Oktober weitere Stellenstreichungen angekündigt. 3200 Mitarbeiter mussten im vergangenen Jahr bereits gehen. „Unsere Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Betriebsleistung und zur Senkung der Kosten haben ein gutes Tempo, und wir blicken auf ein Jahr mit bedeutenden Veränderungen und vielen verbesserten Aktivitäten, die sich jetzt auszahlen“, sagte Persson. Der Konkurrent von Daimler und Volkswagen erhöhte zudem seine Prognose für das Wachstum der Branche in Europa und Nordamerika.

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