VW-Abgas-Affäre: Union Investment fordert Müllers Rücktritt

VW-Abgas-Affäre: Union Investment fordert Müllers Rücktritt

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Ein Großaktionär fordert den Rücktritt von VW-Chef Müller.

Seit Ende September führt Matthias Müller den Volkswagen-Konzern und muss die Aufarbeitung des Dieselgate vorantreiben. Eine Fondsgesellschaft fordert dennoch seinen Kopf – ein externer Kandidat sei besser geeignet.

Die Fondsgesellschaft Union Investment hat einen erneuten Führungswechsel bei Volkswagen zur Bewältigung des Abgasskandals gefordert. Es wäre besser, wenn VW auf externe Führungskräfte setze, um Management und Aufsichtsrat zu leiten, erklärte Fondsmanager Ingo Speich am Donnerstag in einer Reuters vorliegenden Stellungnahme. Am dringlichsten sei es, das Vertrauen am Kapitalmarkt zurückzugewinnen. Das sei aber mit der gegenwärtigen Führung nicht möglich. Diese sei durch ihre lange Zeit im Unternehmen vorbelastet. Der Konzern habe bei seinen Krisen in den vergangenen zehn Jahren nie drastische Maßnahmen ergriffen. Dies sei nun die Chance, endlich die richtigen Schritte einzuleiten.

Es gehe nicht darum, Matthias Müller zu beschuldigen, für ihn gelte die Unschuldsvermutung. Er habe als ehemaliger Chef der VW-Tochter Porsche aber ein Glaubwürdigkeitsproblem.

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Die unheilvolle Allianz von VW und der Bundesregierung.

Die unheilvolle Allianz von VW und der Bundesregierung. Quelle: Getty Images

Die Kommunikationspolitik der Wolfsburger sei "schlecht", so Speich. Das Unternehmen müsse offen kommunizieren und die Schuldigen für den Skandal identifizieren, damit das Vertrauen am Kapitalmarkt zurückkehren könne

Speich hatte bereits die Berufung von Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch zum Aufsichtsratschef kritisiert.

Derweil ist im Abgas-Skandal die erste Strafe gegen den Konzern verhängt worden. Der Autokonzern muss in Brasilien 50 Millionen Reais (12,4 Millionen Euro) wegen gefälschter Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen zahlen, wie die brasilianische Umweltbehörde Ibama am Donnerstag mitteilte. Die Volkswagen-Tochter VW do Brasil muss zudem 17.057 betroffene Amarok-Pickups zurückrufen, um die manipulierte Software zu ersetzen. Die Strafe sei die höchste, die nach der gültigen Gesetzgebung von Ibama auferlegt werden kann. Volkswagen betreibt in Brasilien drei Fahrzeugwerke und eine Motorenfabrik mit insgesamt 20.000 Beschäftigten.

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