VW-Abgas-Skandal: EU-Kommission über Betrug bei Abgasmessungen seit 2011 informiert

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Wann wusste die Politik von den Abgas-Manipulationen bei VW?

von Martin Seiwert und Florian Zerfaß

Im September nahm der Abgas-Skandal bei Volkswagen einen Anfang. Brüssel war aber bereits 2011 informiert. Ins Rollen brachten die Affäre aber nicht die Amerikaner – sondern Whistleblower aus der EU-Administration.

Die EU-Kommission wusste seit 2011, dass Autohersteller in der EU mittels illegaler Manipulationen an der Motorsteuerung bei Abgasmessungen betrügen. Das geht aus Unterlagen hervor, die der WirtschaftsWoche vorliegen. Ein Automobilzulieferer hat den damaligen Industriekommissar Antonio Tajani auf den Betrug hingewiesen, wie die WirtschaftsWoche aus Kommissionskreisen erfuhr.

Auf Anfrage äußerte sich die mittlerweile für Industriepolitik zuständige Kommissarin Elzbieta Bieńkowska zu dem konkreten Sachverhalt nicht.

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Die unheilvolle Allianz von VW und der Bundesregierung.

Die unheilvolle Allianz von VW und der Bundesregierung. Quelle: Getty Images

Es waren nach Informationen der WirtschaftsWoche EU-Mitarbeiter, die über die Untätigkeit der EU-Kommission nach 2011 so frustriert waren, dass sie die amerikanische Umweltorganisation ICCT über ihren Betrugsverdacht informierten. ICCT untersuchte den Fall und leitete die Ergebnisse an die amerikanischen Umweltbehörden EPA und CARB weiter, wodurch der VW-Skandal schließlich öffentlich wurde. „Es waren Beamte aus der EU-Administration, die die amerikanische Umweltorganisation ICCT auf mögliche Betrügereien bei Stickoxidemissionen hinwiesen“, sagte CARB-Chefin Mary Nichols im Interview mit der WirtschaftsWoche.

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2 Kommentare zu VW-Abgas-Skandal: EU-Kommission über Betrug bei Abgasmessungen seit 2011 informiert

  • Diese Wendung des Falles hat gerade noch gefehlt.

  • Dieser Artikel zeigt eigentlich deutlich wie korrupt unsere Top Politiker in Deutschland und Europa geworden sind und hemmungslos Ihre Wähler an die Industrie, speziell die Automobilindustrie verkaufen.Dazu gehört auch leider die Flüchtlingspolitik die von der Automobilindustrie ausdrücklich begrüßt wurde.
    Dies geschieht leider ohne jede Rücksicht auf mögliche Folgen und ohne jede Vernunft.
    Hier zeigt sich, dass TTIP,CETA und andere geheime internationale Verträge nicht sein dürfen, weil wir offensichtlich im Vorfeld bereits belogen werden.

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