VW-Abgas-Skandal: Kein formelles Ermittlungsverfahren gegen Winterkorn

VW-Abgas-Skandal: Kein formelles Ermittlungsverfahren gegen Winterkorn

, aktualisiert 01. Oktober 2015, 17:50 Uhr

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig führt kein formelles Ermittlungsverfahren gegen Ex-Chef Winterkorn. Der Aufsichtsrat hat indessen die Ergebnisse der gestrigen Sitzung veröffentlicht. Die Nachrichten im Überblick.

+++VW stoppt Verkauf von Dieselfahrzeugen in Großbritannien+++

Im Zuge des Skandals um manipulierte Abgaswerte hält der Volkswagenkonzern in Großbritannien 4000 zum Verkauf stehende Autos zurück. „Als freiwillige Maßnahme haben wir den Verkauf von unverkauften Vorräten an Dieselfahrzeugen aufgeschoben, die EA-189-Motoren haben“, teilte VW im englischen Milton Keynes mit. Die 4000 Autos seien von den Marken Volkswagen, Audi, Seat und Skoda. Motoren vom Typ EA 189 wurden mit einer Software ausgestattet, die Angaben zu den Emissionen manipuliert. In Großbritannien sind davon 1,2 Millionen Fahrzeuge betroffen, weltweit könnten es VW zufolge bis zu 11 Millionen sein.

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VW-Abgas-Skandal Volkswagen droht Sammelklage in Großbritannien

Volkswagen wird voraussichtlich als erstes deutsches Unternehmen Gegenstand einer millionenschweren Sammelklage in Großbritannien.

VW droht in Großbritannien eine Sammelklage Quelle: dpa

+++Julia Kuhn-Piëch legt Aufsichtsratsmandat nieder+++

Julia Kuhn-Piëch hat die Niederlegung ihres Aufsichtsratsmandates erklärt. Sie macht Platz für Pötsch. „Wir danken Frau Julia Kuhn-Piëch für ihre engagierte Mitarbeit im Aufsichtsrat der Volkswagen AG und freuen uns gleichzeitig, dass sie in weiteren Gremien des Konzerns mitarbeiten wird“, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats, Berthold Huber. Kuhn-Piëch hatte das Mandat erst im April dieses Jahres angenommen.

VW-Skandal Bayer-Chef Dekkers befürchtet Imageschaden für Deutschland

Der Vorstandschef des Leverkusener Pharmakonzerns glaubt nicht, dass deutschen Unternehmen in den USA durch den VW-Abgasskandal künftig generell Nachteile entstehen, etwa durch verstärkte Behördenkontrollen.

Der Vorstandsvorsitzende der Bayer AG, Marijn Dekkers, sieht keine Nachteile für deutsche Unternehmen in den USA Quelle: dpa

+++Außerordentliche Hauptversammlung am 9. November abgesagt+++

Das Präsidium ist der Überzeugung, dass bis zum Abschluss der Untersuchungen des Abgas-Skandals mehrere Monate vergehen werden, deshalb hat es dem Aufsichtsrat vorgeschlagen, die außerordentliche Hauptversammlung, die für den 9. November angedacht war, nicht durchzuführen. Man hielte es weder zeitlich noch inhaltlich für realistisch, binnen weniger Wochen zu fundierten Antworten zu kommen, die den Erwartungen der Aktionäre entsprächen, heißt es in einer Pressemitteilung von VW.

VW-Abgas-Skandal Autoindustrie hält VW-Affäre für Einzelfall

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hält den Abgas-Skandal bei Volkswagen für einen Einzelfall.

Der VDA hält den Abgas-Skandal von VW für einen Einzelfall Quelle: AP

+++Pötsch soll Vorsitzender des Kontrollgremiums werden+++

Die Spitze des VW-Aufsichtsrates will den bisherigen Finanzchef Hans Dieter Pötsch zum Vorsitzenden des Kontrollgremiums machen. Die Familien Piëch und Porsche, die VW-Hauptaktionäre, hätten sich mit dem Vorschlag bei der Krisensitzung am Mittwochabend durchgesetzt, berichtete die "Süddeutsche Zeitung". Im Arbeitnehmerlager des Wolfsburger Konzerns und von Investoren gebe es allerdings Vorbehalte gegen Pötsch, weil dieser als VW-Vorstand nicht für einen Neubeginn nach der Abgas-Affäre stehen könne. Pötsch war schon kurz vor Bekanntwerden der Abgas-Manipulation in den USA als Nachfolger des zurückgetretenen Firmenpatriarchen Ferdinand Piëch auserkoren worden.

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