VW-Abgasskandal: Bosch als Dieselgate-Komplize in USA verklagt

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VW-Abgasskandal: Bosch als Dieselgate-Komplize in USA verklagt

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Wird der Abgasskandal auch für VW-Zulieferer Bosch gefährlich?

Neben Volkswagen ist nun auch dessen Zulieferer Bosch in den USA verklagt worden - wegen angeblicher Komplizenschaft im Abgasskandal der Wolfsburger.

In der VW-Affäre um manipulierte Abgaswerte von Dieselautos gerät nun auch der Zulieferer Bosch unter Druck. In den USA ist der Stuttgarter Technikkonzern wegen angeblicher Komplizenschaft in dem Betrugsfall verklagt worden, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht.

Ein Bosch-Sprecher wollte zu den Vorwürfen am Mittwoch keinen Kommentar abgeben und verwies lediglich auf ein Statement vom 24. September. Darin weist das Unternehmen eine Verantwortung von sich.

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Bereits am Montag wurde beim Bezirksgericht in Detroit eine Sammelklage eingereicht, die Bosch neben dem VW-Konzern, dessen Ex-Vorstandschef Martin Winterkorn und dem aktuellen US-Chef Michael Horn als Beklagte aufführt. Bosch wird beschuldigt, im Abgas-Skandal Teil einer „Verschwörung“ gewesen zu sein. Der Betrug sei durch den Zulieferer, von dem die nötige Software stamme, gefördert und begünstigt worden, heißt es in der 56-seitigen Anklageschrift.

Bereits vor rund zehn Tagen hatte die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, US-Staatsanwälte würden prüfen, ob die Stuttgarter von den jahrelangen Schummeleien gewusst hätten oder daran beteiligt gewesen seien.

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Von Bosch kommen wichtige Bauteile in dem manipulierten Diesel-Motor, der in sechs betroffenen Volkswagen-Modellen und in einem betroffenen Audi-Modell genutzt wird. Bosch soll einem Medienbericht zufolge schon 2007 vor der gesetzeswidrigen Verwendung der Technik zur Abgasnachbehandlung gewarnt haben. Die von Bosch gelieferte Software sei nur für Testzwecke vorgesehen gewesen, nicht für den normalen Fahrbetrieb, hatte die "Bild am Sonntag" im September unter Berufung auf ein VW-internes Dokument geschrieben, auf das die interne Revision gestoßen sei. In einem Brief habe Bosch dem Konzern mitgeteilt, dass der geplante Einsatz illegal sei.

Experten gehen davon aus, dass allein der Verdacht einer Beteiligung an den Abgas-Manipulationen Boschs Stellung in den USA beeinträchtigen könnte. "Das wird sicherlich die Beziehungen zu den US-Umweltbehörden belasten", sagte Stefan Bratzel vom Center of Automotive Management in Bergisch Gladbach gegenüber Reuters. Der Verdacht werde vermutlich auch auf Geschäftsfelder von Bosch jenseits der Automobilsparte ausstrahlen. Der Technologiekonzern aus der Nähe von Stuttgart macht etwa ein Fünftel seines Gesamtumsatzes von zuletzt knapp 50 Milliarden Euro in Amerika. Etwas größer ist der Anteil, den die Autosparte in den USA am weltweiten Umsatz der Kfz-Sparte hat.


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