Autohersteller bieten Umweltprämie für alte Dieselfahrzeuge

VW, Audi und Porsche : Autohersteller bieten Umweltprämie für alte Dieselfahrzeuge

, aktualisiert 08. August 2017, 13:51 Uhr
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VW, Audi und Porsche bieten eine Umweltprämie für alte Dieselfahrzeuge an

VW, Audi und Porsche wollen die Besitzer von älteren Dieselautos angesichts der drohenden Fahrverbote mit einer Prämie zum Kauf neuer Fahrzeuge bewegen. Der Preisnachlass richtet sich nach dem Modell.

Der VW-Konzern bietet Besitzern älterer Dieselwagen Umstiegsprämien von bis zu 10.000 Euro beim Neuwagenkauf an. Die Konzernmarken Volkswagen, Audi, Porsche und Skoda stellten am Dienstag so genannte Umweltprämien für neue Diesel und Benziner in Aussicht. Das Angebot gilt für sämtliche Marken von Diesel-Pkw der Schadstoffklassen Euro 4 und älter - und zwar bis Ende des Jahres. Die Prämien könnten den Absatz der Wolfsburger ordentlich ankurbeln. Nach Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) fuhren Anfang 2017 rund 3,5 Millionen alte Dieselautos auf Deutschlands Straßen.

VW will mit dem Angebot vor allem den Diesel retten, der durch die Abgasmanipulation des Konzerns und Fahrverbote in Städten in Verruf geraten ist. "Volkswagen ist davon überzeugt, dass saubere und effiziente Dieselmotoren mit modernsten Abgasreinigungssystemen eine unverzichtbare Antriebstechnologie sind, um CO2-Emissionsziele zu erreichen", erklärte VW-Vertriebschef Jürgen Stackmann.

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Je nach Neuwagenmodell bietet die Marke Volkswagen Prämien zwischen 2000 und 10.000 Euro an. Beim Kauf eines Golf sind es beispielsweise 5000 Euro. Bei Audi belaufen sich die Preisnachlässe auf 3000 bis 10.000 Euro. Porsche bietet beim Kauf eines seiner drei SUV-Modelle 5000 Euro Rabatt europaweit an. Bei Audi und Volkswagen erhöhen sich die Prämien, wenn der Kunde ein Erdgas-, Hybrid- oder Elektroauto anschafft. "Entscheidet sich der Kunde für die Prämie, wird sein Altfahrzeug stillgelegt und verschrottet", erklärte Audi. BMW hatte bereits bis zu 2000 Euro Prämie angekündigt.

Dieselskandal Kritik an Ergebnissen des Diesel-Gipfels wird schärfer

Der Gipfel am vergangenen Mittwoch sollte Ruhe in die Diesel-Debatte bringen. Seitdem wächst die Kritik an den beschlossenen Maßnahmen. Aber es gibt auch Stimmen, die den Diesel verteidigen.

Der Diesel-Gipfel war kurzfristig vom Verkehrsministerium in das Innenministerium verlegt worden. Quelle: dpa

Auf dem Diesel-Gipfel vergangene Woche hatte die deutsche Autoindustrie auch die Nachrüstung der jüngeren Diesel-Pkw per Software-Update zugesagt. Damit sollen die schon seit Jahren zu hohen Stickoxid-Belastungen in Großstädten unter die Grenzwerte gedrückt werden. Gelingt das nicht, könnten Stuttgart, München und andere Metropolen mit hohen Luftschadstoffen Diesel-Fahrverbote verhängen. Experten und Umweltverbände kritisierten, das Software-Update sei nicht ausreichend. Auch die Motoren müssten aufgerüstet werden, was für die Autobranche aber viel teurer wäre. Die Kosten für die Software-Nachrüstung bezifferte die Branche auf 500 Millionen Euro.

Von den ausländischen Herstellern sagte dagegen bislang keiner eine Nachrüstung zu. Die Mitgliedsunternehmen prüften das noch, erklärte der Importeursverband VDIK. Allerdings kündigten Ford und Toyota ebenfalls bereits Kaufprämien an.a

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