VW, BMW und Daimler: Autobauer sollen bei E-Autos kooperieren

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VW, BMW und Daimler: Autobauer sollen bei E-Autos kooperieren

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Betriebsräte der Autokonzerne fordern erneut Kooperation bei E-Autos.

Die deutschen Autobauer setzen verstärkt auf Elektroautos. Doch die Batterien sind made in Asia, nicht in Germany. Das soll sich ändern, fordern Arbeitnehmervertreter von VW, BMW und Daimler.

Die Betriebsratschefs von Daimler, BMW und Volkswagen haben ihre Forderung nach einer Zusammenarbeit der Autoindustrie bei Zellen für Elektroautos erneuert. „Die Fertigung von Zellen dürfen wir nicht alleine den Asiaten überlassen“, sagte Daimlers Betriebsratschef Michael Brecht dem „Handelsblatt“ (Dienstag). Schon im Frühjahr hatten sich die Betriebsratschefs von Daimler und Volkswagen für einen Schulterschluss bei der Produktion von E-Auto-Batterien stark gemacht.

Das „Handelsblatt“ zitiert nun Gewerkschaftskreise, wonach die drei großen deutschen Autokonzerne jeweils eine Milliarde Euro investieren müssten, um eine gemeinsame Batteriefertigung auf die Beine zu stellen. Ebenso viel hatten Daimler, BMW und die VW-Tochter Audi in den Kartendienst Nokia Here investiert.

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Die größten Hersteller von Elektroautos in Deutschland

  • Platz 10

    Ford: 59 zugelassene Elektroautos

    Seit 2013 hat Ford den Focus Electric im Angebot. Doch der große Erfolg blieb dem E-Focus bislang verwehrt: In Deutschland wurden bis zum ersten Halbjahr 2014 gerade einmal 59 Fahrzeuge zugelassen.

  • Platz 9

    Tesla: 638 zugelassene Elektroautos

    Mit dem Roadster wurde Tesla einst als Elektropionier gefeiert, auch das aktuelle Model S sorgt für Furore. Doch der Aufschwung scheint gerade erst zu kommen: Bereits im ersten Halbjahr 2014 wurden mehr als doppelt so viele Elektroautos von Tesla verkauft als im ganzen Jahr 2013.

  • Platz 8

    Mitsubishi: 926 zugelassene Elektroautos

    Mitsubishi zehrt bei den Elektroautos noch von den Erfolgen des iMiev aus dem Jahr 2011. Damals konnten die Japaner mangels Konkurrenz fast 700 Elektroautos verkaufen. Doch seitdem hat das Interesse am iMiev in Deutschland stark abgenommen, weshalb bis heute nur noch knapp 200 weitere Fahrzeuge dazugekommen sind.

  • Platz 7

    Citroën: 948 zugelassene Elektroautos

    Wie bei Mitsubishi ist die erste Welle des Elektro-Erfolgs bei Citroën wieder abgeklungen. Kein Wunder, schließlich ist der C-Zero der Franzosen mit dem Mitsubishi iMiev baugleich. Er hatte 2012 sein bestes Jahr, danach retteten noch einige Zulassungen für das Citroën-eigene Carsharing die Statistik.

  • Platz 6

    Opel: 1450 zugelassene Elektroautos

    Kein Elektroauto verkaufte sich so gut wie der Opel Ampera. Leider gilt das nur für das Jahr 2012. Seitdem ging es mit den Ampera-Zulassungen bergab, von 828 im Jahr 2012 auf 335 im Jahr 2013. Seit Jahresbeginn 2014 fanden nur noch 46 Amperas einen Käufer.

  • Platz 5

    Nissan: 1712 zugelassene Elektroautos

    Bei Nissan sind die Zulassungszahlen für den Leaf konstanter. Nach dem Anlauf-Jahr 2012 fanden im vergangenen Jahr 855 Leafs einen Abnehmer. Im ersten Halbjahr 2014 waren es wieder knapp 400, womit das Gesamtjahr auf dem Vorjahresniveau liegen könnte.

  • Platz 4

    Renault: 1801 zugelassene Elektroautos

    Mit ihrer Submarke Renault Z.E. gelten die Franzosen als Vorreiter im Elektromarkt. Neben den 1532 Zoe haben seit der Erfassung 2011 auch 269 Fluence Z.E. einen Käufer gefunden. Doch der Erfolg könnte noch größer sein: Der ausgefallene Twizy taucht in der Statistik nicht auf – er zählt offiziell als Quad.

  • Platz 3

    BMW: 1935 zugelassene Elektroautos

    Quasi aus dem Stand schafft es BMW auf das Treppchen. Obwohl der i3 erst im November 2013 auf den Markt gekommen ist, brachte er es bis Jahrsende auf 559 Zulassungen. Bis Ende Juni 2014 kamen 1376 weitere dazu.

  • Platz 2

    Volkswagen: 2050 zugelassene Elektroautos

    Beim größten deutschen Autohersteller wurde die Elektromobilität lange stiefmütterlich behandelt. Doch mit dem Start des E-Up und des E-Golfs stiegen die Zulassungen rapide an. Im ersten Halbjahr 2014 lagen beide Modelle mit knapp über 500 Zulassungen fast gleichauf. Der E-Up konnte aber 2013 schon 785 Zulassungen absahnen, als der Elektro-Golf noch gar nicht auf dem Markt war.

  • Platz 1

    Daimler: 3612 zugelassene Elektroautos

    Die Kleinwagenmarke Smart führt Daimler an die Spitze. Die drei Zulassungen des sündhaft teuren Elektro-SLS sind vernachlässigbar, ebenso die Elektro-B-Klasse. Den Großteil holt Daimler mit dem Smart electric drive, von dem alleine 2013 fast 1900 Exemplare zugelassen wurden. Daran ist das hauseigene Carsharing Car2go nicht unschuldig.

    Quelle: Statista.de, Stand 1. Halbjahr 2014

Die größten Produzenten von Batteriezellen stammen inzwischen aus Asien. Der E-Auto-Pionier Tesla baut in den USA zusammen mit Panasonic die größte Zellproduktion der Welt.

Weitere Artikel

Daimler will zum Ende des Jahres seine Zellproduktion im sächsischen Kamenz schließen, baut dort aber weiter Batteriesysteme.

Die Autohersteller argumentieren, dass nur die Batterie, nicht die Zelle wettbewerbskritisch sei. Trotzdem wird auch in Deutschland weiter an leistungsfähigen Zellen geforscht. Der Zulieferer Bosch hatte auf der IAA einen Durchbruch bei der Zelltechnologie verkündet. In einer Arbeitsgruppe der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) soll bis Ende des Jahres die „Roadmap“ für eine Batterie- und Zellproduktion in Deutschland stehen.

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