VW-Skandal: ifo-Präsident Sinn geißelt Umweltauflagen für Autos

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Hans-Werner Sinn

Der Präsident des ifo Instituts, Hans-Werner Sinn, hat vor dem Hintergrund des VW-Abgasskandals eine grundsätzliche Debatte über Schadstoffgrenzwerte gefordert.

„Es ist an der Zeit, eine Diskussion über die Rolle der Umweltstandards im Automobilbereich zu führen. Diese Standards dienen nicht nur dem Umweltschutz, sondern entstehen immer auch unter dem Einfluss mächtiger Wirtschaftsinteressen“, schreibt Sinn in einem Gastbeitrag für die WirtschaftsWoche. Viele Umweltauflagen seien daher „in Wahrheit staatlicher Protektionismus“. 

Sinn fordert einen einheitlichen Preis für Schadstoffe, der für alle industriellen Prozesse gleichermaßen gilt. „Der einheitliche Preis würde den gewünschten Umweltstandard zu minimalen Kosten oder bei gegebenen Kosten die höchstmögliche Umweltqualität erzeugen“, schreibt der Ökonom. Der EU-Emissionshandel für Kohlendioxidzertifikate sei dazu grundsätzlich in der Lage, wenn man alle Wirtschaftsbereiche einschlösse. Auf ähnliche Weise könnte man Emissionshandelssysteme für andere Schadstoffe einrichten.

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„Es wird Zeit, dass die deutsche Regierung den Kampf gegen versteckten Protektionismus bei Umweltstandards aufnimmt und den Weg zu einer wirksamen und ökonomisch vernünftigen Umweltpolitik ebnet. Sie sollte nicht warten, bis die deutsche Automobilindustrie plattgemacht wurde“, so Sinn in der WirtschaftsWoche.

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