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Wechsel zu Opel: VW will Neumann nicht gehen lassen

26. November 2012
VW-Manager Karl-Thomas Neumann, damaliger Vorstandsvorsitzender der Continental AG, wird nach einem Bericht des "Handelsblatts" nicht kurzfristig auf den Chefsessel von Opel wechseln. Quelle: dapdBild vergrößern
VW-Manager Karl-Thomas Neumann, damaliger Vorstandsvorsitzender der Continental AG, wird nach einem Bericht des "Handelsblatts" nicht kurzfristig auf den Chefsessel von Opel wechseln. Quelle: dapd

Einen schnellen Wechsel von VW zu Opel wird es für Karl-Thomas Neumann wohl nicht geben. Volkswagen will den Vertrag nicht vorzeitig auflösen. Angeblich sind auch noch andere Kandidaten bei Opel im Gespräch.

Der VW-Manager Karl-Thomas Neumann wird nach einem Bericht des "Handelsblatts" nicht kurzfristig auf den Chefsessel von Opel wechseln. Nach einer Sperrklausel in Neumanns Vertrag sei der Schritt erst im Sommer nächsten Jahres möglich, schreibt das Blatt. Die General-Motors-Töchter hat großes Interesse daran, die Opel-Spitze so schnell wie möglich neu zu besetzen. Seit Juli lenkt Übergangschef Thomas Sedran die Geschicke des angeschlagenen Konzerns, der in Europa mit massiven Absatzrückgängen zu kämpfen hat. Das Handelsblatt zitiert ein Mitglied des Führungskreises mit den Worten: "In der Situation, in der sich Opel befindet, brauchen wir eigentlich eine dauerhafte Lösung an der Spitze bis zum Jahresende." Es gebe durchaus mehr als einen Kandidaten. Das meldet auch die "Automobilwoche". Die Entscheidung, wer Opel in Zukunft führen soll, wird der Aufsichtsrat bei einer Sondersitzung im Dezember fällen. Opel äußerte sich zu den Berichten zunächst nicht.

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Thomas Sedran war von Anfang an als Zwischenlösung angekündigt worden. Dem Sanierungsexperten fehlten technisches Wissen und Erfahrung in der Autobranche, hieß es in früheren Berichten. Neumann ist Elektrotechniker und Experte für Autoelektronik, dem wichtigsten Entwicklungsfeld für neue Fahrzeuggenerationen. Er leitete zuletzt das Chinageschäft für Volkswagen, wurde in dem Amt aber abgelöst und ist seitdem freigestellt. Von 2004 bis 2009 war er beim Autozulieferers Continental, ab 2008 als Vorstandsvorsitzender. Schon 2009 räumte er den Chefposten wieder. Großaktionär Schaeffler und Neumann waren sich über die strategische Ausrichtung von Continental nicht einig.

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Bis Juli 2012 stand Klar-Friedrich Stracke an der Opel-Spitze. Die US-Mutter löste ihn nach nur 15 Monaten ab, weil er nach Meinung der GM-Vorsitzenden die Probleme der europäischen Tochter nicht schnell genug in den Griff bekam. Opel baut in diesem Jahr 2600 Stellen über freiwillige Abfindungs- und Vorruhestandsangebote in seinen Werken ab.

Ende 2012 wird dennoch einen Verlust zwischen 1,5 und 1,8 Milliarden Dollar ausweisen müssen. Über den Fortbestand des Werks Bochum nach 2016, wenn die Produktion des Familien-Vans Zafira ausläuft, wird noch debattiert.

Mit Material von dapd

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