Wegen europäischer Absatzflaute : Volkswagen schnallt Gürtel enger

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VW-Chef Martin Winterkorn

von Reinhold Böhmer und Franz W. Rother

VW-Chef Martin Winterkorn hat wegen der Absatzflaute auf dem europäischen Automarkt Sparmaßnahmen angeordnet.

„Wir schnallen den Gürtel dort enger, wo es nicht unmittelbar um unsere Produkte und Technologieführerschaft geht“, kündigte der Konzernchef im Interview mit der WirtschaftsWoche an. So sollen künftig Aufträge an externe Dienstleister nur noch in stark reduziertem Umfang vergeben werden und stattdessen wieder mit eigenen Kräften abgearbeitet werden. Auch will der VW-Chef „Synergien im Konzernverbund noch intensiver“ nutzen.

Relativ gelassen sieht der VW-Konzern die laufenden Gerichtsverfahren, die Investoren wegen des Verdachts auf Kursmanipulationen bei der Übernahmeschlacht um VW angestrengt haben. Winterkorn: „Wir halten die Klage weiterhin für unbegründet.“

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Winterkorn kündigte im Gespräch an, seinen Vertrag als Vorstandsvorsitzender mindestens bis 2016 erfüllen zu wollen, wenn die Gesundheit mitspielt: „Aber wer Herrn Piëch und mich auf der IAA getroffen hat, wird nicht den Eindruck gewonnen haben, dass wir kränkeln.“

VW will bis 2018 auch bei Elektromobilität "ganz vorne liegen"

VW will bis 2018 nicht nur ökonomisch sondern auch ökologisch weltweit der führende Autobauer werden. „Natürlich wollen wir bis dahin auch bei der Elektromobilität ganz vorne liegen“, sagte Martin Winterkorn im Interview. „Wir rechnen damit, dass 2018 rund drei Prozent an unseren weltweiten Auslieferungen diese Technologien an Bord haben“, so Winterkorn. Da VW bis dahin weltweit über zehn Millionen Autos absetzen will, wären 2018 rund 300.000 davon mit einem Hybridantrieb und Elektromotor ausgestattet.

Winterkorn ist zuversichtlich, dass der VW-Konzern auch die geplanten neuen CO2-Grenzwerte der EU-Kommission meistern wird: „Wir haben gesagt, dass wir ohne Wenn und Aber zu den Klimazielen stehen.“ Bis 2020 werde VW den geplanten EU-Grenzwert von im Schnitt 95 Gramm CO2-Emissionen pro Kilometer erreichen. Winterkorn: „Voraussetzung ist, dass die Kunden die neuen alternativen Antriebskonzepte auch annehmen.“

Mit Blick auf die noch anstehenden Verhandlungen in der EU über die CO2-Grenzwerte für 2020 warnte Winterkorn davor, die Hürden für die europäische Autoindustrie zu hoch zu legen: „Unsere Autoindustrie muss stark und global wettbewerbsfähig bleiben. Das wird in Brüssel leider in Teilen nicht ausreichend beachtet“, beklagte der VW-Chef.

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