Wer kauft die Bond-Marke?: Aston Martin – geschüttelt, nicht gerührt

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Wer kauft die Bond-Marke?: Aston Martin – geschüttelt, nicht gerührt

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Die französische Schauspielerin Berenice Marlohe bei der Deutschlandpremiere des Kinofilms "Skyfall 007" neben einem Aston Martin "DB5". Bonds Automarke war nicht nur einmal ein Sanierungsfall.

von Franz W. Rother

Die britische Sportwagenmarke ist seit 50 Jahren eng mit der Geschichte des Filmhelden James Bond verbunden und erlebt selbst immer wieder die wildesten Abenteuer.  

Skyfall, der 23. James-Bond-Film, ist auch eine Reise in die Vergangenheit der Agentenserie. Der Geheimdienst Ihrer Majestät lockt seinen Widersacher in sein Elternhaus in den schottischen Highlands, um ihn dort in einem furiosen Finale zu erledigen. Dabei geht nicht nur der Herrensitz namens Skyfall in Flammen auf, sondern wird auch James Bonds alter Aston Martin zerstört. Mitte der 60er Jahre, in den Bond-Filmen Golfinger und Fireball, wusste der DB5 sich und seine Insassen noch mit einem Kugelfang im Heck, mit schusssicheren Scheiben und einem Maschinengewehr in den vorderen Blinkern zu schützen. Gegen die Wucht der Waffen des 21. Jahrhunderts aber ist der Oldtimer hilflos. Am Ende bleibt von ihm nur ein Trümmerhaufen.

Eine Art Himmelsturz droht nun kurz vor dem 100. Firmenjubiläum auch Aston Martin. Wieder einmal. Der britische Sport- und Rennwagenhersteller hat nach seiner Gründung 1914 ähnlich wie James Bond schon viele Abenteuer erlebt. Immer wieder mussten Privatfinanziers eingreifen, um das kleine, aber feine Unternehmen aus dem südostenglischen Newport Pagnell in letzter Sekunde vor dem Untergang zu bewahren. Mal waren die Retter versnobte britische Adelige, ein ander Mal Finanzhasardeure aus USA, griechische Reeder oder rennsportbegeisterte Restaurantbesitzer aus den Wäldern Kanadas. Etwas Ruhe kehrte erst in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ein, als sich Ford erbarmte – Aston Martin war gerade mal wieder ein Sanierungsfall.

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Scheichs regierten das Bond-Mobil

20 Jahre lang arbeitete sich der US-Konzern an der britischen Sportwagenikone ab. Die Manager kamen und gingen, die Produkte wurden darüber immer beliebiger, die Rendite immer magerer. Im März 2007, als es im Ford-Imperium wegen der US-Immobilien- und Wirtschaftskrise an allen Ecken und Ende brannte, zog Ford die Reißleine und verkaufte Aston Martin für etwas mehr als 800 Millionen Dollar an eine bunte Investmentgruppen:  Neue Eigner von Aston Martin wurden neureiche Scheichs aus dem Morgenland - Investment Dar und Adeen Investment aus Kuweit, weitere kleine Investoren aus dem Nahen Osten, der US-Banker John Sinders, der  Autosammler John Davids sowie der Deutsche Ulrich Bez, der letzte Geschäftsführer von Aston Martin in der Ford-Ära.

Das Konsortium, geführt von dem Rennstallbesitzer David Richards, einte die Liebe zu alten Autos mit großer Historie und die Überzeugung, Aston Martin nicht nur auf der Rennstrecke, sondern auch auf dem Weltautomobilmarkt wieder zu einer respektablen Größe machen zu können – auf  Augenhöhe kämpfend mit Ferrari und Maserati, Bentley und Bugatti.

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