Werkstattkette: A.T.U gehört jetzt ihren Gläubigern

ThemaAuto

Werkstattkette: A.T.U gehört jetzt ihren Gläubigern

Bild vergrößern

Die Werkstattkette A.T.U bekommt eine Finanzspritze.

Investor KKR ist raus, A.T.U gehört nun Centerbrigde, dem größten Gläubiger der angeschlagenen Werkstattkette. Die neuen Eigentümer verpassen A.T.U eine Finanzspritze von 100 Millionen Euro.

Die angeschlagene Werkstattkette A.T.U steht finanziell wieder auf sicherem Boden. Der US-Finanzinvestor KKR, der der Firma aus dem ostbayerischen Weiden zu viele Schulden aufgebürdet hatte, muss seine Beteiligung an A.T.U damit aber acht Jahre nach dem Einstieg aufgeben. Der neue Mehrheitseigner ist der größte Gläubiger des Unternehmens, der Investor Centerbridge, wie A.T.U am Donnerstag mitteilte. Die Anleihezeichner - unter ihnen auch die US-Investmentbank Goldman Sachs und der Fonds Babson Capital - verzichten auf die Rückzahlung von mehr als 600 Millionen Euro Schulden und tauschen ihre Ansprüche in Eigenkapital. KKR bleiben nur drei Prozent der Anteile.

Die erfolgsverwöhnte KKR (ProSiebenSat.1, Kion) hatte ATU für 1,45 Milliarden Euro vom Rivalen Doughty Hanson gekauft. Schon 2008 musste der Eigentümer 140 Millionen Euro nachlegen. Milde Winter, die Spätfolgen der Abwrackprämie und der Kampf der Autohersteller um Reparaturen in den eigenen Vertragswerkstätten setzten A.T.U zu. Die klassische Klientel brach zum Großteil weg, nachdem zwei Millionen Deutsche mit Hilfe staatlicher Zuschüsse 2009/10 ihre alten Autos verschrottet hatten.

Anzeige

Weitere Artikel

Die neuen Eigentümer geben A.T.U eine Finanzspritze von 100 Millionen Euro. Der US-Investor HayFin Management gibt der Kette einen bis 2018 laufenden Kredit über 75 Millionen Euro. Damit sinkt die Schuldenlast auf rund 150 Millionen Euro. "Die Restrukturierung wird die Zinsbelastung des Unternehmens um mehr als 90 Prozent verringern", teilte die Werkstattkette mit, die rund 12.000 Mitarbeiter beschäftigt. Für drei noch bis Oktober 2014 laufende Anleihen hatte A.T.U bis zu elf Prozent Zinsen zahlen müssen.

"Durch die neuen Investitionen wird zudem unsere finanzielle Ausstattung deutlich verbessert und das Wachstum von A.T.U unterstützt", sagte der neue Geschäftsführer Hans-Norbert Topp. Er will das Geschäft im Internet - auch im Ausland - ausbauen und Verträge mit Firmen für die Betreuung ganzer Fahrzeugflotten schließen. Auch in den Markt für Autoglas wolle ATU einsteigen.

Centerbridge und die Private-Equity-Sparte von Goldman Sachs hatten sich billig in die Schulden von A.T.U eingekauft. Um den Konzern über den Winter zu bringen, hatte Centerbridge im Oktober bereits 25 Millionen Euro zugeschossen, als sich der Eigentümerwechsel abzeichnete.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%