Wie es Euch gefällt: Was das Autojahr 2014 bringt

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Wie es Euch gefällt: Was das Autojahr 2014 bringt

von Franz W. Rother

Die Ansprüche der Autokäufer verändern sich rasant. Die Pkw-Hersteller reagieren mit einem Ausbau des Modellportfolios. Plattform- und Modulstrategien geben ihnen die Mittel dazu.

Der damalige Vorstandschef von BMW schaute den Fragesteller erst mit großen Augen an und nannte es dann wirsch eine „Schnapsidee“. Er reagierte damit auf Informationen, wonach der bayerische Autohersteller den Bau einer Großraumlimousine plane. Der BMW-Konzern, führte er dann im Interview weiter aus, werde seine Produktpalette nicht weiter ausufern lassen.

Neue Modelle müssten zur Marke passen und in erster Linie die Profitabilität des Konzerns steigern. Notfalls werde man auf zusätzlichen Absatz verzichten, statt ein so langweiliges Auto wie einen Van zu bauen.

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Zehn Jahre liegt das Gespräch mit BMW-Chef zurück, der damals noch Helmut Panke hieß. Panke ist längst Geschichte – ebenso wie die Mär, dass ein Autohersteller mit drei, maximal fünf Baureihen bestens aufgestellt sei. Im kommenden Jahr wird BMW sage und schreibe 25 Automodelle im Angebot haben, die Fahrzeuge der Tochtermarken Mini und Rolls-Royce noch gar nicht eingerechnet.

Und ein kompakter Van ist auch darunter. Er nennt sich natürlich nicht so, sondern heißt Active Tourer und wird in Zukunft mit zwei Radständen angeboten, damit auch sieben Personen gemeinsam reisen können. Und BMW-Designchef Adrian van Hooydonk und seine Kollegen haben dem neuen frontgetriebenen (!) Modell auch ein so hübsches Kleid geschneidert, dass sich die Großraumlimousine gut verkaufen sollte.

BMW stand lange für sportliche Limousinen mit Heckantrieb und einen drehmomentstarken wie laufruhigen Reihensechszylinder im Motorraum. Mercedes baute komfortable Limousinen mit langem Radstand und großvolumige Motoren, Porsche einen leichten Sportwagen mit Heckmotor, Opel Billigautos und Volkswagen den Golf und den Passat – die Zeit der Käfer-Monokultur war da glücklicherweise schon vorbei. Und heute?

Heute braucht man das Internet, um sich ein Bild vom Modell-Portfolio der Autohersteller zu machen – im Autohaus ist für die Vielfalt der Modelle längst kein Platz mehr. Bestverkauftes Modell bei Porsche ist inzwischen ein Geländewagen, der gute alte Elfer rangiert in der Verkaufsstatistik noch hinter einem Viertürer.

Mercedes wächst in der Kompaktklasse und mit Allradlern; Opel versucht mit einem stylischen wie hochpreisigen Kleinwagen einen Neubeginn und wagt mit einer hochwertigen Mittelklasselimousine den Angriff in der Business-Class. Und Volkswagen ist zum Vollsortimenter geworden – kaum eine Marktnische, den der Konzern nicht besetzen würde.

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