Wolfgang Dürheimer: Audi hofft auf das große Erdgas-Geschäft

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InterviewWolfgang Dürheimer: Audi hofft auf das große Erdgas-Geschäft

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Dürheimer sieht in Deutschland gute Chancen für Audis erstes Erdgas-Auto.

von Rebecca Eisert

Audi-Entwicklungsvorstand Wolfgang Dürheimer sieht für das Erdgas-Modell A3 g-tron nicht nur Vorteile in Deutschland. Er hofft auf das große Geschäft in den USA.

Wirtschaftswoche: Herr Dürheimer, Audi hat bei den Elektromodellen A2 e-tron und R8 den Stecker gezogen. Glauben Sie nicht mehr ans Elektroauto?

Dürheimer: Ich bin ein großer Freund der Elektromobilität – auch wenn das zum Teil anders dargestellt wurde. Als Technologieträger hat uns der vollelektrische Sportwagen R8 e-tron gewaltig vorangebracht. Mit dem Rennwagen R18 e-tron quattro haben wir 2012 mit Hybridtechnologie den Titel in der Langstreckenweltmeisterschaft geholt. Wenn es mit Hybridsystemen im Rennsport gelingt, die Rundenzeit zu verbessern und gleichzeitig die Reichweite zu verlängern, dann steht der Technik bezüglich ihres Durchbruchs in der Serie nichts im Weg.

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Fragt sich nur: Wann?

Mit dem A3 e-tron bringen wir noch dieses Jahr Plug-in-Hybride in die Großserie. Mittelfristig sind sie die beste Lösung. Der Kunde muss keine Abstriche von seinem Nutzungs- und Fahrverhalten machen und kann trotzdem bis zu 50 Kilometer weit elektrisch fahren.

Der bessere A3 - Audi A3 SportbackVideo abspielen
Der bessere A3 - Audi A3 Sportback

Aber eben nur 50 Kilometer.

Es gibt heute noch keine Batterietechnologie die uneingeschränkte Alltagstauglichkeit bietet. Als Zweitwagen oder in Nischenanwendungen wie Stadtbussen wird das Potenzial rein elektrischer Antriebe schon bald voll zum Einsatz zu kommen. Bei Privatkunden werden sie ihren Durchbruch erleben, wenn die Akkus deutlich leistungsfähiger und leichter sind. Der Entwicklungsvorstand von Audi sieht für dieses Modell Vorteile in Deutschland und hofft auf ein großes Potenzial in den USA.

Audi A3 Sportback g-tron: Seine beiden Tanks unter dem Gepäckraumboden speichern je sieben Kilogramm Gas. Damit fährt er etwa 400 km weit, bei Bedarf mit Benzin weitere 900 km; die Gesamtreichweite liegt in der Größenordnung eines Audi TDI. Quelle: Audi

Audi A3 Sportback g-tron: Seine beiden Tanks unter dem Gepäckraumboden speichern je sieben Kilogramm Gas. Damit fährt er etwa 400 km weit, bei Bedarf mit Benzin weitere 900 km; die Gesamtreichweite liegt in der Größenordnung eines Audi TDI.

Bild: Audi

Welche Alternativen gibt es?

Mit dem A3 g-tron bringen wir demnächst unser erstes Erdgas-Modell. Der Vorteil von Erdgas ist, dass in einigen Gebieten Deutschlands bereits ein gut ausgebautes Tankstellennetz besteht. Wir sehen zudem großes Potenzial in den USA. Präsident Barack Obama hat angekündigt, das Land von Ölimporten aus dem Nahen Osten unabhängig machen zu wollen und künftig vermehrt Erdgas selbst zu fördern.

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