Groupe PSA und General Motors: Opel will in die Welt hinaus

Zukunftsplan: Opel will in die Welt hinaus

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Opel-Chef Michael Lohscheller stellt das Sanierungsprogramm des Autobauers vor.

Opel streckt die Flügel aus: Bis 2022 möchte der Autobauer auf mehr als 20 weiteren Exportmärkten tätig sein. Mit höheren Preisen soll Opel in die Gewinnzone geführt werden.

Der Opel-Chef Michael Lohscheller präsentierte am Donnerstag den Opel-Zukunftsplan. Die wohl wichtigste Aussage: "Opel wird global werden – endlich." Bis 2022 werde Opel auf mehr als 20 weiteren Exportmärkten tätig sein, sagte Lohscheller.

Die frühere amerikanische Opel-Mutter General Motors hatte die Rüsselsheimer dagegen auf Europa beschränkt und damit wichtiger Wachstumschancen beraubt. In Sachen Stellenabbau hielt sich Lohscheller bedeckt: "Wir wollen unsere Ziele ohne Werksschließung und ohne betriebsbedingte Kündigungen erreichen." Die Lohnkosten müssten dennoch sinken, zum Beispiel über Altersteilzeit oder Abfindungsprogramme.

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Mit Einsparungen nach dem Vorbild von Peugeot Citroen will Opel nun profitabel werden. "Wir werden jeden Stein umdrehen, um Kosten zu senken", sagte Lohscheller. So sollen etwa so viele Fahrzeuge wie möglich auf gemeinsamen Plattformen mit Peugeot produziert werden.

PSA-Chef Carlos Tavares nahm bei der Analyse des seit Jahren Verluste schreibenden Unternehmens kein Blatt vor den Mund: "Opel ist in einer dramatischen Lage - es darf keine Zeit verschwendet werden." So sei Opel derzeit nicht in der Lage, die Grenzwerte für Kohlendioxid in der EU für 2021 von 95 Gramm je Kilometer einzuhalten und stünde vor Strafzahlungen.

Erst am Mittwoch hatte die EU-Kommission eine weitere Verschärfung der CO2-Grenzwerte bis 2030 angekündigt, um die Autobauer zu mehr Klimaschutz zu zwingen. Wenn bei Opel nichts passiere, werde sich die Situation verschlimmern, warnte Tavares. Das Management werde nicht vor unpopulären Entscheidungen zurückschrecken. Doch am Ende könne Opel dadurch ein gesundes Unternehmen mit eigener Investitionskraft werden. Das Management will Tavares nicht an der kurzen Leine führen: "Wir haben kein Mikro-Management mit Opel-Vauxhall vor. Opel bleibt in der Hand des Opel-Chefs und des Vorstands."

In drei Jahren in die Gewinnzone

Das Entwicklungszentrum in Rüsselsheim soll den Hut auf behalten für die künftigen Opel-Vauxhall-Modelle. "Opel wird eine echte deutsche Marke bleiben", sagte Lohscheller. Von diesem Image will der Autobauer künftig auch außerhalb Europas profitieren.Bis Mitte des kommenden Jahrzehnts will Opel mehr als zehn Prozent des Absatzes mit Exporten machen.

Bis 2020 seien neun neue Modelle geplant: So etwa der Opel Combo 2018 und der neue Corsa 2019. Der Kleinwagen soll auch als reines Elektroauto gebaut werden. Zudem will der Autobauer höhere Preise durchsetzen.

Der neue Opel-Chef bekräftigte zudem die Renditeziele, die ihm Peugeot vorgegeben hatte. Demnach soll Opel binnen drei Jahren in die Gewinnzone geführt werden und ab 2020 eine Marge von zwei Prozent erzielen. Bis 2026 sollen es sechs Prozent Rendite sein. Lohscheller rechnet durch den gemeinsamen Konzern mit jährlichen Kostenvorteilen von 1,1 Milliarden Euro bis 2020 und 1,7 Milliarden bis 2026. Peugeot hatte Opel Anfang August von General Motors übernommen.

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