Zulassungen 2014: Porsche hui, Elektroautos pfui

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Zulassungen 2014: Porsche hui, Elektroautos pfui

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Porsche - 17 Prozent mehr Neuzulassungen als 2013.

Der deutsche Automarkt ist 2014 um drei Prozent auf gut drei Millionen neu zugelassener Fahrzeuge gewachsen – darunter viele SUV und viele neue Porsche. Elektroautos haben nach wie vor nur wenige Fans.

Das abgelaufene Autojahr darf man als durchwachsen bezeichnen, Freuen können sich Porsche und Opel. Die Zuffenhausener Sportwagenschmiede legte um 17 Prozent bei den Neuzulassungen zu und ist damit Zulassungskönig unter den deutschen Fabrikaten. Die GM-Tochter Opel legte um 5,6 Prozent zu. Zufrieden mit der Entwicklung auf dem Heimatmarkt zeigen sich Audi und BMW, die mit einem Zulassungsplus von jeweils knapp drei Prozent in etwa mit dem Markt mitgewachsen sind.

VW bleibt mit 2,2 Prozent leicht unter dem Schnitt, Mercedes verzeichnet ein leichtes Minus von 1,7 Prozent bei den Neuzulassungen, Tochter Smart sogar um fast 14 Prozent – was dem Modellwechsel beim Smart geschuldet sein dürfte. Auch BMW Mini verliert gut drei Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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Nach Marktanteilen ist Skoda der Sieger unter den Importmarken mit einem Anteil von nun 5,7 Prozent und mit weitem Abstand auf Renault (3,5 %) und Hyundai (3,3 %). Die tschechische VW-Tochter dürfe im gerade begonnen Jahr weiter wachsen, mit dem noch 2014 eingeführten Skoda Fabia sowie dem neuen Octavia und Superb, der für den Sommer angekündigt ist.

Kaum Elektro-Fahrzeuge

Auf dem Markt für Elektroautos tut sich in Deutschland dagegen nach wie vor wenig. 8.522 Neuzulassungen zählte das KBA im vergangenen Jahr, dazu kommen noch rund 27.500 Hybrid-Autos, die sowohl mit Elektro-Motor als auch mit herkömmlichem Verbrennungsmotor angetrieben werden. Die Nachteile der E-Fahrzeuge überwiegen aus Kundensicht noch immer die Vorteile. Die Elektromodelle sind meist einige tausend Euro teurer als vergleichbare Benziner. Die rein elektrische Reichweite liegt zwischen 40 bis 150 Kilometern. Für Pendler mag das noch ausreichen, als Familienkutschen taugen die Modelle aber nicht.

Die größten Hersteller von Elektroautos in Deutschland

  • Platz 10

    Ford: 59 zugelassene Elektroautos

    Seit 2013 hat Ford den Focus Electric im Angebot. Doch der große Erfolg blieb dem E-Focus bislang verwehrt: In Deutschland wurden bis zum ersten Halbjahr 2014 gerade einmal 59 Fahrzeuge zugelassen.

  • Platz 9

    Tesla: 638 zugelassene Elektroautos

    Mit dem Roadster wurde Tesla einst als Elektropionier gefeiert, auch das aktuelle Model S sorgt für Furore. Doch der Aufschwung scheint gerade erst zu kommen: Bereits im ersten Halbjahr 2014 wurden mehr als doppelt so viele Elektroautos von Tesla verkauft als im ganzen Jahr 2013.

  • Platz 8

    Mitsubishi: 926 zugelassene Elektroautos

    Mitsubishi zehrt bei den Elektroautos noch von den Erfolgen des iMiev aus dem Jahr 2011. Damals konnten die Japaner mangels Konkurrenz fast 700 Elektroautos verkaufen. Doch seitdem hat das Interesse am iMiev in Deutschland stark abgenommen, weshalb bis heute nur noch knapp 200 weitere Fahrzeuge dazugekommen sind.

  • Platz 7

    Citroën: 948 zugelassene Elektroautos

    Wie bei Mitsubishi ist die erste Welle des Elektro-Erfolgs bei Citroën wieder abgeklungen. Kein Wunder, schließlich ist der C-Zero der Franzosen mit dem Mitsubishi iMiev baugleich. Er hatte 2012 sein bestes Jahr, danach retteten noch einige Zulassungen für das Citroën-eigene Carsharing die Statistik.

  • Platz 6

    Opel: 1450 zugelassene Elektroautos

    Kein Elektroauto verkaufte sich so gut wie der Opel Ampera. Leider gilt das nur für das Jahr 2012. Seitdem ging es mit den Ampera-Zulassungen bergab, von 828 im Jahr 2012 auf 335 im Jahr 2013. Seit Jahresbeginn 2014 fanden nur noch 46 Amperas einen Käufer.

  • Platz 5

    Nissan: 1712 zugelassene Elektroautos

    Bei Nissan sind die Zulassungszahlen für den Leaf konstanter. Nach dem Anlauf-Jahr 2012 fanden im vergangenen Jahr 855 Leafs einen Abnehmer. Im ersten Halbjahr 2014 waren es wieder knapp 400, womit das Gesamtjahr auf dem Vorjahresniveau liegen könnte.

  • Platz 4

    Renault: 1801 zugelassene Elektroautos

    Mit ihrer Submarke Renault Z.E. gelten die Franzosen als Vorreiter im Elektromarkt. Neben den 1532 Zoe haben seit der Erfassung 2011 auch 269 Fluence Z.E. einen Käufer gefunden. Doch der Erfolg könnte noch größer sein: Der ausgefallene Twizy taucht in der Statistik nicht auf – er zählt offiziell als Quad.

  • Platz 3

    BMW: 1935 zugelassene Elektroautos

    Quasi aus dem Stand schafft es BMW auf das Treppchen. Obwohl der i3 erst im November 2013 auf den Markt gekommen ist, brachte er es bis Jahrsende auf 559 Zulassungen. Bis Ende Juni 2014 kamen 1376 weitere dazu.

  • Platz 2

    Volkswagen: 2050 zugelassene Elektroautos

    Beim größten deutschen Autohersteller wurde die Elektromobilität lange stiefmütterlich behandelt. Doch mit dem Start des E-Up und des E-Golfs stiegen die Zulassungen rapide an. Im ersten Halbjahr 2014 lagen beide Modelle mit knapp über 500 Zulassungen fast gleichauf. Der E-Up konnte aber 2013 schon 785 Zulassungen absahnen, als der Elektro-Golf noch gar nicht auf dem Markt war.

  • Platz 1

    Daimler: 3612 zugelassene Elektroautos

    Die Kleinwagenmarke Smart führt Daimler an die Spitze. Die drei Zulassungen des sündhaft teuren Elektro-SLS sind vernachlässigbar, ebenso die Elektro-B-Klasse. Den Großteil holt Daimler mit dem Smart electric drive, von dem alleine 2013 fast 1900 Exemplare zugelassen wurden. Daran ist das hauseigene Carsharing Car2go nicht unschuldig.

    Quelle: Statista.de, Stand 1. Halbjahr 2014

Insgesamt stieg der Anteil der Neuwagen mit alternativen Antriebsarten minimal von 1,6 auf 1,7 Prozent. Die durchschnittliche CO2-Emission der aller neu zugelassen Pkw ging 2014 weiter zurück, im Durchschnitt auf 132,8 g/km. Insgesamt waren im vergangenen Jahr 3,04 Millionen Pkw neu zugelassen worden. Die SUVs (+20,6 %) und die Oberklasse (+19,1 %) verzeichneten die deutlichsten Zuwächse. Der Anteil der privaten Neuzulassungen ging 2014 auf 36,2 Prozent zurück (2013: 37,9 %).

Die bevorzugten Farben beim Neuwagenkauf waren weiterhin Schwarz (27,8 %) und Grau (27,2 %). Der Anteil der weißen Autos ist weiter angestiegen auf 19,6 Prozent.

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