Zum 1. Juli: Mark Fields wird neuer Ford-Chef

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Zum 1. Juli: Mark Fields wird neuer Ford-Chef

, aktualisiert 01. Mai 2014, 16:48 Uhr
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Mark Fields rückt an die Spitze von Ford auf.

Chefwechsel bei Ford: Mark Fields tritt ab dem 1. Juli in die Fußstapfen von Alan Mulally. Nach rund acht Jahren tritt der 68-jährige Sanierungsexperte Mulally zurück und übergibt den Stab an seinen Kronprinzen.

Ford bekommt einen neuen Chef. Der bislang fürs Tagesgeschäft zuständige Mark Fields übernimmt zum 1. Juli das Ruder von Alan Mulally, wie das Unternehmen am Donnerstag am Firmensitz in Dearborn mitteilte. Mulally hört ein halbes Jahr früher auf, als erwartet. Damit wird bei den beiden größten Autoherstellern der USA der Chefsessel in diesem Jahr neu besetzt: Erst im Januar hatte Mary Barra die Führung bei General Motors (GM) übernommen.

„Mark war auf dem gesamten Weg Alans Partner“, sagte Bill Ford am Donnerstag. Er vertritt als Urenkel von Firmengründer Henry Ford die Interessen der Familie im Konzern und sitzt dem mächtigen Verwaltungsrat vor. Auch außerhalb des Unternehmens sei nach einem Kandidaten für den Chefposten gesucht worden, räumte Bill Ford ein. „Doch glücklicherweise war die beste Person schon im eigenen Haus.“ Alles andere hätte ihn auch enttäuscht, sagte Ford. Der Abschied von Mulally falle ihm nicht leicht. „Ich werde ihn sehr vermissen“, sagte der Verwaltungsratsvorsitzende. „Er war nicht nur ein erstklassiger Konzernchef, er ist auch mein Freund geworden. Und das passiert nicht häufig in dieser Branche.“ Mulally zeigte sich gerührt vom Lob: „Das treibt mir die Tränen in die Augen.“

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Der bevorstehende Chefwechsel bei Ford war schon vor einigen Tagen bekannt geworden. Der 68-jährige Sanierungsexperte Mulally lenkt seit 2006 die Geschicke von Ford. Der 15 Jahre jüngere Fields wurde Ende 2012 vom Chef des wichtigen Amerika-Geschäfts zum Vorstand für das operative Geschäft (COO) und damit zum zweiten Mann im Konzernmanagement ernannt. Schon zuvor hatte der 53-Jährige als Kronprinz gegolten. Fields war einer der wichtigsten Mitstreiter Mulallys bei der Rettung von Ford.

Mulally hatte es geschafft, Ford als einzigen der drei großen US-Autobauer ohne Staatshilfe durch die Wirtschaftskrise zu steuern. Er war 2006 vom Flugzeugbauer Boeing zu Ford gekommen und stellte damit eine absolute Ausnahme in der Detroiter Autowelt dar. Fields dagegen ist ein Eigengewächs, das zahlreiche Führungspositionen bei Ford innehatte.

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Laut Einschätzungen von Analysten übernimmt Fields einen weitaus besser aufgestellten Konzern, als es Mulally bei seinem Amtsantritt tat. Viele Probleme seien inzwischen gelöst. Auf Mark Fields kommen jedoch auch einige Herausforderungen zu. Ford plant noch in diesem Jahr zahlreiche neue Modelle, so soll etwa im Herbst der neue Pick-up F-150 herauskommen. Das Modell ist der am meisten verkaufte Wagen dieser Art in den USA und das Auto, mit dem Ford am meisten Geld verdient. Ende des vergangenen Jahres dämpfte Mulally jedoch wegen der schwachen Marktentwicklung in Europa und Südamerika die Erwartungen.

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