Autobauer: 90.000 Jobs in der Autoindustrie gefährdet

Autobauer: 90.000 Jobs in der Autoindustrie gefährdet

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Viele Deutsche lassen ihr altes Auto verschrotten, um die Abwrackprämie zu kassieren.

Die Abwrackprämie hat den Autokauf massiv angeheizt, doch nun könnte die Krise die Branche umso heftiger treffen. Nach einer Studie von Roland Berger sind 90.000 Stellen in Gefahr, vor allem Autohändlern droht die Pleite.

Bislang war die Abwrackprämie der entscheidende Konsum- und Konjunkturmotor. Rund 36 Milliarden Euro gaben die Bundesbürger laut Statistischem Bundesamt in den ersten sechs Monaten für den Autokauf aus – das waren 23 Prozent mehr, als vor einem Jahr. Der gesamte privateKonsum steigerte sich um 0,1 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2008, wie das Amt am Donnerstag mitteilte. Ohne die Auto-Subvention wäre er um 1,0 Prozent gesunken.

Doch mit dem Auslaufen der Abwrackprämie droht einerseits eine Abkühlung der Konjunktur, vor allem aber die Autobranche dürfte die Krise mit einer Verzögerung umso heftiger treffen. So sehen die Berater von Roland Berger insgesamt in der deutschen Automobilindustrie mehr als 90.000 Arbeitsplätze in Gefahr.

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Insolvenzrisiko für Autohändler von 40 Prozent

2010 droht ein Einbruch der Autoverkäufe um bis zu 25 Prozent, wie aus der Studie „Sales-Agenda 2009/2010“ hervorgeht. Besonders betroffen sind dabei die Autohändler. „Wenn die Abwrackprämien auslaufen, bewegt sich das Insolvenzrisiko für die deutschen Automobilhändler auf etwa 30 bis 40 Prozent zu“, sagt Ralf Landmann, Partner im Kompetenzzentrum Automotive bei Roland Berger Strategy Consultants. Bis zu 30.000 Stellen könnten bei den Händlern wegfallen.

Besonders die großen Händlergruppen, die in der Vergangenheit investiert haben, würden unter sinkenden Renditen leiden. „Die Nachlässe für Neuwagen von bis zu 30 Prozent lassen die ohnehin schon marginalen Renditen im Handel unter die Nulllinie sinken“, heißt es in der Studie.  

Händlernetz neu strukturieren

Die Roland Berger Experten empfehlen daher den Autoherstellern einzugreifen. Mithilfe des notwendigen Eigenkapitals vom Hersteller wäre es gesunden Handelsbetrieben möglich, ihre bedrohten Markenkollegen zu übernehmen und zu restrukturieren. „Allein in den europäischen Netzen brauchen die Hersteller dafür kurzfristig 300 bis 500 Millionen Euro, die sie an anderer Stelle einsparen müssen - notfalls, indem sie neue Modellvarianten verschieben“, schreiben die Berater.

Eine Neuordnung des Händlernetzes könnte im Zusammenspiel mit weiteren Maßnahmen das Ergebnis im Vertrieb letztlich um einen dreistelligen Millionenbetrag steigern.

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